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Wetzlarer Stadtteilnachrichten
Ausgabe 21/2026
Mitteilungen des Magistrates
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Büro des Baudezernats

Ein Lahnbalkon ermöglicht Tuchfühlung mit dem Fluss

Unterhalb der Kranhäuser ist ein großzügiger Raum für Flaneure und Radfahrer entstanden.

Zufrieden mit dem Ergebnis sind die Vertreter der Baufirma Weimer, des Planungsbüros RB+P und der beteiligten städtischen Ämter (Fotos: Stadt Wetzlar)

Oberbürgermeister Manfred Wagner (l.) und Baudezernats-Beauftragter Andreas Viertelhausen (r.) zerschneiden das symbolische Absperrband zur Lahnpromenade.

Eine neue Lahnpromenade wertet Wetzlar auf

Am Lahnufer in Wetzlar zwischen Lahngärten und Hausertorbrücke ist am Mittwoch, 13. Mai 2026, nach 18-monatiger Bauzeit ein städtebaulicher Meilenstein eröffnet worden: die neue Lahnuferpromenade mitsamt eines öffentlichen Platzes zwischen Königsberger Diakonie und Kranhäusern und eines Lahnbalkons. Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) sprach bei der Eröffnung von einem „schönen Tag für Wetzlar“. Es handele sich um eine städtebauliche Aufwertung, die den Fluss in den Lebens- und Erlebnisraum der Stadt zurückhole.

Es handelt sich um großzügige Promenade für Fußgänger und Radfahrer, die vom Wettbewerbssieger eines Planungswettbewerbs, dem Planungsbüro RB+P (Kassel und Köln) entworfen wurde. Grundidee der Konzeption ist die Schaffung einer durchgängigen Uferpromenade zwischen Lahngärten und Freibad. Ein Fokus der Planung liegt auf der Anbindung der Bahnhofstraße an das Lahnufer in Verlängerung der Eduard-Kaiser-Straße. Vor der neuen Gastronomie in den Lahngärten (L’Osteria) ist eine Terrassenfläche im öffentlichen Raum entstanden, welche unter anderem für die Außengastronomie genutzt werden kann. Vor der Terrasse wurde ein barrierefreier Aufgang von der Uferpromenade zur Straße geschaffen. Als Material für die Terrasse und für die Stützmauern wurde u.a. hochwertiger Klinker ausgewählt, welcher Bezug auf die Baugeschichte im Quartier Bahnhofstraße nimmt. Weiterhin wurden in dem Bereich neue Straßenbäume gepflanzt, so dass die Flächen auch im Sommer durch eine ausreichende Beschattung geschützt und für den Aufenthalt geeignet sind. Die Uferpromenade wurde auf Höhe der Kranhäuser mit attraktiven Sitzgelegenheiten und einer Willkommensinsel für Radtouristen ausgestattet.

Ab der „Willkommensstation“ wird die Uferpromenade auf bis zu 16 Meter aufgeweitet, um sich dann mit der Verlängerung der Eduard-Kaiser-Straße beziehungsweise der Verbindung zur Bahnhofstraße zu einer platzartigen Situation aufzuweiten. An dieser Stelle wird mit einem „Lahnbalkon“ und Sitzstufen am Wasser die Lahn erlebbar gemacht. Auf dem Platz wird zudem ein Wasserspiel eingebaut. Mit der Installation einer steinernen „W-Skulptur“ wird bei der Willkommensinsel ein besonderer Akzent gesetzt - als Hingucker und neuer Insta Spot direkt an der Lahn.

Die Kosten des Bauprojektes betragen rund 3,8 Mio Euro. Die Maßnahme wird im Rahmen des Programms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu rund zwei Dritteln aus Mitteln des Bundes und des Landes Hessen gefördert. Die Bauzeit betrug 18 Monate zwischen November 2024 und Mai 2026. Zum Lückenschluss des Lahnuferweges fehlt noch der Abschnitt vom Bootshaus bis zum Freibad, dessen Bau ab August 2026 geplant ist.

Die Uferpromenade stellt einen wichtigen Lückenschluss im innerstädtischen Wegenetz am Lahnufer dar. Es handelt sich dabei um eine der prioritären Maßnahmen aus dem im September 2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Konzept zur Integration der innerstädtischen Wasserläufe (KIWA) sowie dem Integrierten Handlungskonzept „Quartiere an der Lahn“.