Vertreter aus den Partnerstädten, Kommunalpolitik und Partnerschaftsgesellschaften nahmen an der Willkommensfeier teil.
Ein „Buch der Freundschaft“ übergab die Vizebürgermeisterin von Schepetiwka, Halyna Brezkorovaina, an die Stadt Wetzlar.
Gimmler-Geschäftsführer Manfred Thielmann, Bürgermeister Vitali Buzyl (Schepetiwka) und Oberbürgermeister Wagner schickten den Linienbus auf den Weg in die Ukraine. (Fotos: Stadt Wetzlar)
Eröffnung des „Schepetiwka-Gartens“ mit ukrainischen Nationalfarben.
Die Grünanlage am Neuen Rathaus Wetzlar trägt ab sofort den Namen „Schepetiwka-Garten“. Sie wurde im Rahmen einer Willkommensfeier für Partnerstädte am Freitag, 22. Mai, eingeweiht. Wetzlar pflege seit Jahrzehnten die Tradition, städtische Grünanlagen nach Partnerstädten zu benennen, sagte Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD). Dies sei nun auch für die ukrainische Stadt Schepetiwka erfolgt, mit der seit 2023 eine Solidaritätspartnerschaft besteht. An der Feierstunde nahm auch eine Delegation aus Schepetiwka mit Bürgermeister Vitali Buzyl an der Spitze teil sowie Abordnungen aus der österreichischen Partnergemeinde Reith und der tschechischen Partnerstadt Pisek. Mit der Eröffnung des „Schepetiwka-Gartens“ werde ein starkes Zeichen für ein gemeinsames Wertegerüst, ein Leben in Würde, Frieden und Freiheit gesetzt, so Wagner. Mit der Eröffnung des Schepetiwka-Gartens werde der Reigen der Partnerstädte-Grünanlagen in Wetzlar vervollständigt. Die Blumenbeete wurden vom Stadtbetriebsamt in den Nationalfarben der Ukraine gestaltet. Bürgermeister Buzyl zeigte sich bewegt von der Eröffnung: „Die Tatsache, dass es jetzt in Wetzlar einen Park gibt, der nach Schepetiwka benannt ist, wärmt unsere Herzen“.“
Außerdem wurde ein nicht mehr benötigter, voll funktionsfähiger Linienbus der Wetzlarer Verkehrsbetriebe Gimmler als „Zeichen gelebter Solidarität“ an die ukrainische Partnerstadt übergeben, um den dortigen Personennahverkehr zu verbessern. Durch den Krieg sei der ÖPNV in Schepetiwka immer mehr ausgedünnt worden, so Busik. Der Kauf des Busses und die Überführung in die Ukraine wurde aus dem Förderprogramm „Kommunen in einer Welt“ gefördert. Die Stadt Wetzlar gibt lediglich Eigenmittel in Höhe von 10 Prozent (1.600 Euro) dazu. Der Bus hat 41 Sitzplätze und 44 Stehplätze und stand über ein Jahrzehnt in den Diensten der Wetzlarer Verkehrsbetriebe. Der Bus wurde am Pfingstwochenende nach Schepetiwka überführt.