Von Samstag, 6. Juni, bis Freitag 26. Juni, findet in Wetzlar wieder die Aktion „Stadtradeln“ statt. Zur Einstimmung darauf laden Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) und Umwelt- und Mobilitätsdezernentin Andrea Biermann (Grüne) am Samstag, 6. Juni, von 10 bis 13 Uhr auf den Haarplatz ein. „Seit 2015 treten Wetzlarerinnen und Wetzlarer beim Stadtradeln in die Pedale und rücken das Fahrrad als Verkehrsmittel in den Fokus. Wetzlar ist auch 2026 wieder mit von der Partie, und nimmt sich vor, den Rekord an Gesamtkilometern und an aktiv Teilnehmenden zu knacken“, freut sich Oberbürgermeister Wagner auf das Event.
Um für die dreiwöchige Aktion gewappnet zu sein, können auf dem Haarplatz alle Radler ihr Fahrrad kostenlos von der Mobilen Fahrradwerkstatt durchchecken lassen. Anfallende Reparaturen können ebenfalls unkompliziert vor Ort erfolgen.
Außerdem bietet die Polizei Fahrrad-Codierungen an. Bei einer Codierung wird eine Nummer in den Rahmen des Fahrrades eingraviert. Durch dieses Kennzeichen kann der jeweilige Eigentümer zugeordnet werden. Zum Codieren benötigen die Besitzer einen Personalausweis/Reisepass sowie einen Eigentumsnachweis/Rechnung (Kaufvertrag). E-Bike Besitzer werden gebeten zusätzlich den Schlüssel für den Akku mitzunehmen. Zu beachten ist, dass Fahrräder mit Carbon-Rahmen, Leasing-Räder sowie Jobräder nicht codiert werden können.
Ein weiteres Highlight ist der „Fahrrad-Simulator“. Hier werden Gefahrensituationen des täglichen Straßenverkehrs gezeigt und Gefahrenbremsungen geübt.
Außerdem wird es eine „Pimp your bike“-Station geben, indem die Möglichkeit besteht, das eigene Fahrrad kreativ zu verschönern, und um die Sichtbarkeit des eigenen Fahrrads zu erhöhen.
Weiterhin wird das Rikscha-Projekt näher vorgestellt, Probefahren eingeschlossen.
Für Wissenswertes rund um das Thema Fahrrad bietet das Mobilitätsmanagement der Stadt Wetzlar und der ADFC Wetzlar (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) Info-Stände an.
Nach der Auftaktveranstaltung bietet der ADFC um 13 Uhr eine kostenlose, geführte Radtour an. Treffpunkt ist der Haarplatz. Weitere Informationen zur Radtour sind im Internet zu finden: https://touren-termine.adfc.de/radveranstaltung/176931-eroffnung-stadtradeln-wetzlar
Anmeldungen für Fahrrad-Codierungen und die geführte Radtour sind nicht notwendig.
„Beim Stadtradeln geht es um viel mehr als nur gesammelte Kilometer. Es geht darum, unsere Stadt jeden Tag ein Stück lebenswerter zu machen - mit weniger Verkehr, sauberer Luft und mehr Bewegung im Alltag. Und ganz ehrlich: Viele Wege machen mit dem Fahrrad einfach mehr Spaß. Jeder Kilometer zählt und zeigt, dass nachhaltige Mobilität nicht kompliziert sein muss, sondern ganz einfach im Alltag beginnen kann. Wenn viele mitmachen, bewegen wir gemeinsam richtig etwas - für unsere Stadt und für die Zukunft“, ist Umwelt- und Mobilitätsdezernentin Andrea Biermann überzeugt.
Auf die fahrradaktivsten Teams warten zudem Anfang September verschiedene Preise bei der Siegerehrung am traditionellen Brückenfest.
Anmeldungen zum Stadtradeln sind bis einschließlich 26. Juni 2026 unter https://www.stadtradeln.de/wetzlar möglich.
Fragen zum Stadtradeln beantwortet das städtische Mobilitätsmanagement (Frau Sahin-Spelkus, Tel. 06441/99-3911 oder E-Mail: stadtradeln@wetzlar.de).
Zahlen des Umweltbundesamt (UBA) belegen, dass das erhöhte Verkehrsaufkommen die technischen Verbesserungen im motorisierten Verkehr aufheben. Die Umwelt- und Klimaentlastung im Personen- und Güterverkehr kann letztlich nicht allein durch technische Verbesserungen am Fahrzeug erreicht werden. Diese Herausforderung kann nur in Kombination mit Maßnahmen wie einer Erhöhung der Verkehrseffizienz, einer sinkenden Verkehrsnachfrage oder einer veränderten Verkehrsmittelwahl gelöst werden.
Denn etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs wird Innerorts bzw. auf Kurzstrecken verursacht. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden.