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Wetzlarer Stadtteilnachrichten
Ausgabe 38/2019
Mitteilungen des Magistrates
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PM Kita Marienheim

Stadtentwicklungsgesellschaft

Kita Marienheim wird in der Turmstraße neu gebaut

Neubau statt Umbau. Mit der Unterzeichnung eines Generalübernahmevertrages zum Neubau der Kindertagesstatte Marienheim in der Turmstraße hat die Stadt Wetzlar einen Meilenstein zum geplanten Umzug der Kita von der Goethestraße in die Turmstraße genommen. Vertreter der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) unterzeichneten den Vertrag am Donnerstag (12. September) mit der Baufirma Weimer. Der Umzug ist Teil des Domhöfe-Konzeptes, das im November 2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.

„Wir fiebern dem Umzug in die Turmstraße entgegen“, erklärte die Leiterin der Kita Marienheim, Karin Knoth. In den neuen Räumen könne differenzierter in kleinen Gruppen gearbeitet werden. „Wir wollen auch einmal etwas stehenlassen und am nächsten Tag weitermachen. All das können wir in dem Neubau“, so Knoth. Dank der Nähe zur Goethestraße blieben die Kinder in ihrer vertrauten Umgebung.

Auch die anwesenden Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung, Sandra Ihne-Köneke (SPD), Michael Hundertmark (CDU), Christa Lefèvre (FW) und Matthias Büger (FDP), die dem Aufsichtsrat der SEG angehören, begrüßten den Neubau der Kita in der Turmstraße einhellig.

Die SEG erwarb das Grundstück Ende 2017 vom Lahn-Dill-Kreis, verbunden mit der Absicht, durch den Umbau des Gebäudes einen neuen Standort für das in die Jahre gekommene Gebäude des Kinderhorts Marienheim in der Goethestraße zu entwickeln. Der nun erfolgten Beauftragung war ein öffentliches Interessenbekundungsverfahren vorausgegangen. Insgesamt zeigten sechs teils überregionale Unternehmen ihr Interesse an der Generalübernahme für die Baumaßnahme. Im Ergebnis stellte sich der Abbruch und Neubau des Gebäudes mit. Kosten in Höhe von ca. 3,24 Mio. Euro wirtschaftlicher dar als der zunächst vorgesehene Umbau, der mit Kosten von über 3,4 Mio. Euro angeboten wurde. Neben der Kosteneinsparung sind weitere Vorteile mit dieser Variante verbunden, da auf dem neuesten Stand der Technik klimafreundlich gebaut wird, weniger Unterhaltungskosten zu erwarten sind und ggf. Fördermittel in Anspruch genommen werden können. Jugendamt und Hortleitung haben dadurch die Möglichkeit bekommen, eine neue Einrichtung ohne Kompromisse zu planen, die allen Anforderungen an eine sichere und moderne Kindertagesstätte sowie den vorhandenen Bedürfnissen voll entspricht. Das Haus ermöglicht ein Arbeiten in unterschiedlichen Differenzierungsräumen - Bücherei/ Musikraum/ Forscherraum /Kreativraum. Der großzügige Multifunktionsraum bietet eine Voraussetzung,sich zu bewegen und die Kletterwand zu nutzen, Theater zu spielen sowie Feste mit den 92 Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren und deren Eltern zu feiern. Die neuen Räumlichkeiten wurden so geplant, dass die Hortgruppen/ Hausaufgabenzimmer optimal nutzbar sind. Die Kindergartenkinder haben u. a. nun die Möglichkeit, von ihrem Gruppenraum direkt auf das Außengelände zu gelangen.

Architekt Felix Feldmann stellte die Planungen vor und erläuterte die in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und der Hortleitung entwickelte Lösung. Anschließend wurde der Generalübernehmervertrag durch die Geschäftsführer Stefan Franz und Harald Seipp für die SEG sowie Martin Bender für die beauftragte Firma Weimer aus Lahnau unterzeichnet. Die Abbrucharbeiten werden nach der Genehmigung in Kürze beginnen. Die Beteiligten rechnen derzeit mit einer Bauzeit von einem knappen Jahr, so dass der Umzug des Hortes in die Turmstraße im 4. Quartal 2020 zu erwarten ist.