Titel Logo
Waldsolmser Nachrichten
Ausgabe 11/2026
Vereinsnachrichten
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Thea Trullala Waldsolms: "Das Schloss von Silver City"

Das "Thea-Trullala"-Ensemble feiert die erfolgreiche, aber chaotische Investoren-Sitzung

Die renitente Putzfrau (Melanie Munguia-Mählmann (li) weist den Bürgermeister-Stellvertreter (Helge Ballach) in seine Grenzen - verschreckt verfolgt von der Sängerin (Jana Schubert)

Zur Premiere ihrer Komödie „Das Schloss von Silver City“ überraschte „Thea Trullala Waldsolms“ die Gäste im DGH Griedelbach mit innovativen Ideen. Schließlich galt es, erwartungsfreudige Investoren für ein prestigeträchtiges Projekt zu begeistern.

Alte Aufzeichnungen berichteten von einer reichen Hochkultur in Waldsolms und einem prächtigen Schloss, das nach einem Erdbeben im Jahre 1331 verschwand. Erst kürzlich war das Schloss tatsächlich durch Einsatz von KI in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt worden. Für den stellvertretenden Bürgermeister Schnell eine günstige Gelegenheit, sich zu profilieren und eine touristische Erschließung nach dem Vorbild von Schloss Versailles zu planen.

Um gut situierte Investoren einzuspannen, mobilisierte er alle Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und das Gesangs-Duo „Geschwister Harmonie“.

In Scharen pilgerten die Investoren zur Vorstellung des rentabel erscheinenden Projekts und ließen sich beim Einlass auch nicht durch den KI-gesteuerten Ganzkörper-Scanner verschrecken, durch den sie vollständig überwacht wurden. Carla - Chefsekretärin des Bürgermeister führte sachlich in die Sitzung ein, bevor der eloquente Schnell das Zepter übernahm. Assistiert von seiner diensteifrigen Sekretärin Cecilia schwärmte er enthusiastisch von den phantastischen Plänen zur Erschließung des Tourismus um das versunkene Schloss.

Die robuste Putzfrau Roberta und der widerwillig eingefangene Glasfaser-Mitarbeiter Kurt mischten die Versammlung ständig auf. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte und Ernährungsberaterin versuchte ständig, diesem Auftrag gerecht zu werden. Das Gesangs-Duo Singbert und Berthilde brillierte mit schiefen Tönen „zwischen Vogelzwitschern und Reizhusten“ und ständig wechselnden Outfits - bejubelte von Fan Mia.

Als schließlich der reiche Garry Moneymaker mit Evelyn - seiner herrschsüchtigen, emotional hochgeladenen Fast-Ehefrau - eintrifft und mit seiner Leidenschaft zum Tanzen für „großes Kino“ sorgt, reißt es die Investoren endgültig von den Sitzen. Eingebunden in die absurde Handlung werden sie zusätzlich, als der KI-Scanner ein Eigenleben entwickelt und alle Beteiligten in die Bredouille bringt.

Die Komödie in zwei Akten verfasste erneut Ensemble-Mitglied Wolfgang Hamann. Regie führt Birgit Wach.

Text und Fotos: Helmut Serowy