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Amtsblatt der Verbandsgemeinde Hagenbach
Ausgabe 12/2020
Amtlicher Teil
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Hainbuchenschule

Hainbuchenschule in Hagenbach bietet gemeinsam mit dem Roten Kreuz attraktive Stelle im Freiwilligendienst im Schuljahr 2020/21

Das Rote Kreuz weist darauf hin, dass es in der Hainbuchenschule in Hagenbach für interessierte junge Menschen ab 18 Jahren noch eine freie Stellen ab August 2020 und eine freie Stelle ab Oktober 2020 gibt. Die zukünftigen Freiwilligen (m/w) unterstützen die Lehrer/innen in ihrer pädagogischen Arbeit. Sie lernen dabei den Bereich der Ganztagsschule umfassend kennen. Junge Menschen können mit einem Freiwilligendienst erste Erfahrungen in einem pädagogischen Berufsfeld sammeln. Ein Freiwilligendienst ermöglicht ihnen nicht nur in dieses Berufsfeld hinein zu schnuppern, sondern eröffnet berufliche Perspektiven. Voraussetzung für die Tätigkeit ist Interesse an der Begleitung und Förderung von Schulkindern, positive Einstellung zur Schule sowie Freude an der Zusammenarbeit im Team. Das Team Freiwilligendienste des Deutschen Roten Kreuzes bietet mit FSJ und BFD zwei gleichwertige Dienste an. Beide Dienste sind als Bildungs- und Berufsorientierungsjahr für junge Frauen und Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren offen. Die Einsatzgebiete sind die Alten-, Kranken- und Familienpflege und der Rettungsdienst. Dazu kommen Tätigkeiten im pädagogischen Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Die jungen Menschen sind sozial- und krankenversichert, erhalten Taschen- und Verpflegungsgeld, einen Wohnzuschuss und haben Anspruch auf Urlaub. In Bildungsseminaren tauschen sich die Freiwilligen über ihre Erfahrungen in den Einsatzstellen aus und besprechen für sie wichtige Themen. Interessiert? Dann können Sie sich beim DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Freiwilligendienste, Mitternachtsgasse 4, 55116 Mainz, www.freiwilligendienste-rlp.de bewerben oder direkt bei der Hainbuchenschule, Tel. 07273 / 2520, E-Mail: info@hainbuchenschule.info.

Die Erstklässler unterwegs

Die Erstklässler der Hainbuchenschule Hagenbach zeigen eifrig in ihre Eimerchen, bei Marla hockt ein dicker Grasfrosch, Tessa deutet auf ihre Erdkröte. Dabei sind die Kinder wohl bedacht, dass ihre etwa 20 Frösche, Kröten und Molche nicht wieder in die Freiheit hüpfen. „Wir haben sie schließlich gerade vor dem Straßenverkehr gerettet“. Die Tiere werden beim Schutzzaun am ehemaligen Sägewerk gesammelt und über die K 19 getragen, „damit sie von den Autos nicht platt gefahren werden“. Auf diese Aufgaben hat sie ihre Lehrerin Sabrina Geissler vorbereitet, „wir sind schließlich eine ökologische Schule, Natur hat einen hohen Stellenwert, Angst oder Ekel haben die Kinder nicht“. Aufmerksam folgen sie den Informationen von Waldpädagoge Michael Löhle vom Forstamt Bienwald, dass diese Amphibien, also Lurche. Frösche, Molche und Salamander wohl vor vielen hundert Millionen Jahren die ersten Lebewesen an Land waren. Sie hören, dass Amphibien wechselwarm sind und jedes Jahr in Hagenbach bei etwa sieben Grad aus ihrer Winterstarre kommen vom Wald über die Straße in das Feuchtgebiet Ried Ried wandern. Hier legen sie ihren Laich ab, woraus sich dann Kaulquappen und Jungtiere entwickeln. Zweifellos sind für die Kinder die glupschäugigen Kröten nicht so kuschelig wie Koala-Bären oder Rehkitze. „Aber sie sind wichtig, weil sie Fliegen, Schnaken und andere Schädlinge vertilgen. Umgekehrt sind sie Nahrung für kleine Säugetiere und größere Vögel, wie Störche“, argumentiert Matthias Kitt, der dieses Biotop betreut. „Doch zweifellos ist der Nutzen der Tiere nicht so offensichtlich wie bei den derzeit beliebten emsigen Honigbienen“. Kitt verweist auf die perfekte Vernetzung der Natur für Pflanzen, Tiere und Menschen und erwähnt viele Eingriffe, die dieses Gleichgewicht stören. Der Naturschutzverband Südpfalz (NV-S), der mit Mitgliedern aus Hagenbach und Wörth hier am Zaun seit fast 20 Jahren sammelt hat dieses Jahr bisher 1500 Tiere gerettet, damit allerdings weniger als im Vorjahr, informiert Vorsitzender Andreas Reichling.