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Amtsblatt der VG Hagenbach
Ausgabe 16/2026
Amtlicher Teil
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Winterstreifen in Neuburg – Schutz für Insekten über die kalte Jahreszeit hinaus

Biologin Mona Merkle und Bürgermeister Dieter Hutzel mit Wiesenschild zwischen den Winterstreifen.

Seit diesem Jahr präsentieren sich einzelne Wiesen in Neuburg in einem ungewohnten Bild: Teile der Flächen wurden bewusst stehen gelassen. Die auffälligen Wiesenmuster sind jedoch keine an Außerirdische gerichtete Botschaft – vielmehr handelt es sich um gezielte Maßnahmen zum Insektenschutz.

Neben der klassischen Heuwirtschaft mit zweimaliger Mahd durch den Balkenmäher und anschließendem Abtransport des Heus bleibt ein Teil der Fläche absichtlich ungemäht. Diese sogenannten Insektenschutzstreifen und -inseln bieten zahlreichen Kleintieren wertvolle Rückzugsorte. Auch über den Winter hinweg werden einzelne Streifen stehen gelassen, um Insekten und anderen kleinen Lebewesen geeignete Überwinterungsmöglichkeiten zu bieten.

Viele Insektenarten sind auf strukturreiche Wiesen angewiesen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Während einige Arten im Boden überwintern, benötigen andere schützende Strukturen wie hohle Stängel, verblühte Blütenköpfe oder abgestorbene Pflanzenstrukturen. An Stängel geheftete Eier, in Blütenständen ruhende Larven sowie überwinternde erwachsene Tiere finden in den stehen gelassenen Bereichen geeignete Lebensräume und Schutz vor Witterung und Fressfeinden.

Mit dem nun einsetzenden Frühling erwacht nicht nur die Pflanzenwelt aus dem Winterschlaf. Mit den ersten Frühblühern werden auch die Insekten aktiv und verlassen nach und nach ihre Winterquartiere in den Wiesen Neuburgs. Die bewusst erhaltenen Wiesenmuster tragen somit dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten und die Natur in Neuburg nachhaltig zu stärken.