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Amtsblatt der Verbandsgemeinde Hagenbach
Ausgabe 23/2019
Amtlicher Teil
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Schnakenbekämpfung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es vergeht kein Sommer, ohne dass wir zumindest unangenehm, wenn nicht gar schmerzlich an die Existenz der heimischen Schnaken erinnert werden. Im Kampf gegen die Rheinschnaken und die Waldschnaken sind seit März diesen Jahres Mitarbeiter der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) eingesetzt. Nach der bereits abgeschlossenen Waldschnakenbekämpfung versucht man nun den Plagegeistern in den Rheinauen durch geeignete Bekämpfungsmaßnahmen zu Leibe zu rücken. Der Wasserstand des Rheins, bei dem oft die Rheinauen überflutet werden, machen jedoch die Bekämpfung nicht leichter, vielmehr haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, die Schnakenbrut vorm Schlüpfen entsprechend zu bekämpfen. Nach Aussage des für unseren Bereich zuständigen Distriktbetreuers, konnte jedoch eine für alle zufriedenstellende Bekämpfung in den Rheinauen durchgeführt werden.

Bei der Bekämpfung der Hausschnaken sind wir auch auf die Mithilfe aller Einwohner angewiesen, denn die Brutstätten der Hausschnaken befinden sich im Gegensatz zu den Rheinschnaken meist in unmittelbarer Nähe Ihrer Wohnung, z.B. in Regenfässern, Gullys, Jauchegruben, Sickergruben oder anderen Wasserbehältern. In diesen Lebensräumen kann sich die Hausschnake aufgrund des hohen Nährstoffgehalts des Wassers ohne Aufnahme einer Blutmahlzeit vermehren und riesige Populationen aufbauen. Durch bestehende Ausfluglöcher oder beim Öffnen der Brutstätte schwärmen die stechfreudigen Mückenweibchen aus und gehen auf die Suche nach einer Blutmahlzeit, weil sie so eine größere Zahl von Eiern und somit Nachkommen produzieren können.

Unterbrechen Sie diesen Kreislauf.

Dabei bieten sich folgende Möglichkeiten an:

1.

Beseitigung aller unnötigen Wasserbehälter.

2.

Abdecken der Wasserbehälter, z.B. Regenfässer, damit die Stechmückenweibchen ihre Eigelege nicht auf die Wasseroberfläche legen können.

3.

Regelmäßig Regenfässer und andere Wasserbehälter, z.B. Vogeltränken restlos leergießen, damit die Brut auf das Trockene fällt.

4.

Dort, wo es möglich ist, bitte Fische einsetzen; Fische vertilgen die Stechmückenbrut am besten. Gartenteiche werden nach und nach von den natürlichen Fressfeinden der Stechmückenlarven besiedelt. Sie sind daher üblicherweise keine Massenbrutstätten der Hausschnaken. Neu angelegte Gartenteiche sollten allerdings regelmäßig auf Larvenbesatz überprüft werden.

5.

Können die oben genannten Maßnahmen beim Auftreten von Hausschnaken-Larven nicht vorgenommen werden, dann empfiehlt sich eine Bekämpfung mit umweltverträglichen Präparaten auf biologischer Basis.

Den Bekämpfungsstoff erhalten Sie bei der Verbandsgemeindeverwaltung Hagenbach.

Wenn sich die Bekämpfung als schwierig erweist, ist die Verbandsgemeindeverwaltung behilflich. Dies zum Beispiel dann, wenn sich die Schnakenbrut - was sehr häufig vorkommt - auf Flachdächern oder in Teichen wo keine Fische eingesetzt sind entwickelt.

Wir alle wollen uns bestimmt, ohne von den Plagegeistern belästigt zu werden, im Freien aufhalten. Wir bitten daher alle Mitbürger, die notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen.