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Amtsblatt VG Herxheim
Ausgabe 13/2026
Amtlicher Teil
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Spatenstich für neuen Bohrplatz am Trappelberg

Am 12. März 2026 fand auf der Gemarkung Rohrbach der Spatenstich für einen neuen Bohrstandort am Trappelberg statt. Der Standort ist Teil eines größeren Projektes zur Nutzung der im Untergrund vorhandenen Thermalwasservorkommen in der Region Landau. Ziel ist es, die Wärme aus dem geothermischen Reservoir für eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu nutzen und gleichzeitig Lithium aus der Thermalsole zu gewinnen.

Geplant ist, die heiße Thermalsole aus mehreren Bohrplätzen in der Region über Pipelines zu einer zentralen Anlage in Landau zu leiten. Dort soll die Wärmeenergie unter anderem für die Fernwärmeversorgung der Stadt und der umliegenden Gebiete genutzt werden. Parallel dazu wird in einem weiteren Schritt Lithium aus der abgekühlten Sole extrahiert und anschließend in einer weiterverarbeitenden Anlage zu Lithiumhydroxid verarbeitet, das für die Batterieproduktion in der Elektromobilität benötigt wird.

Der Standort Trappelberg ist einer von insgesamt fünf neuen Bohrplätzen, die im Rahmen dieser ersten Projektphase eingerichtet werden sollen. Die Bohrungen dienen der Erschließung geeigneter geothermischer Horizonte und der Gewinnung der Thermalsole.

Am Bohrplatz in der Rohrbacher Gemarkung ist geplant, die Wärme des Thermalwassers zunächst über einen Wärmetauscher auf einen geschlossenen Kreislauf zu übertragen - ein Teil der Wärme könnte so künftig direkt vor Ort oder in der näheren Region zur klimaneutralen Wärmeversorgung genutzt werden. Der Beginn der Bohrarbeiten am Trappelberg ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Vertreterinnen und Vertreter der Ortsgemeinde Rohrbach, der Verbandsgemeinde Herxheim und umliegender Gemeinden nahmen an der Veranstaltung teil. Ortsbürgermeister Thomas Kienzler betonte dabei die Bedeutung des Projekts für die Region: „Für uns als Gemeinde bedeutet das vor allem eines: Wir sind Teil eines Zukunftsprojekts. Ein Projekt, das zeigt, dass innovative Technologien, wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz zusammen funktionieren können.“

Die Ortsgemeinde Rohrbach verfolgt die weiteren Schritte des Projekts aufmerksam und steht im Austausch mit den Trägern und den zuständigen Behörden, um örtliche Anliegen, Naturschutzbelange und die Transparenz gegenüber der Bevölkerung zu berücksichtigen.

nt