Krankheiten und Epidemien, Unwetterkatastrophen und Hungersnöte, Kriege und Plünderungen bedrohten die Existenz vieler Menschen im Mittelalter. Die Kleinbauern, der weitaus größte Teil der Gesellschaft, lebten in ständiger Gefahr, ihre Existenzgrundlage zu verlieren. Mangelernährung war häufig, die Kindersterblichkeit war erschreckend hoch und viele Frauen starben im Kindbett. Die mittelalterliche Heilkunst konnte nur bedingt helfen. Verzweifelt versuchten die Menschen mit magischen Praktiken und abergläubischen Ritualen ihre riskante Existenz sicherer zu machen oder Heilung und Unterstützung in Notlagen zu finden. Dabei mischten sich christliche Rituale mit antikem Wissen, heidnischem Aberglauben und arabischen und jüdischen Traditionen. In der Gedankenwelt des Mittelalters existierten Dämonen, und Tote konnten wiederkehren.
Die Ausstellung führt in die magische Gedankenwelt des Mittelalters ein. Sie zeigt, welche okkulten Kräfte Tieren, Steinen und Pflanzen zugeschrieben wurden, wie weit verbreitet abergläubische Praktiken im Alltag waren und mit welchen eigentümlichen Methoden man versuchte, die Zukunft vorherzusagen oder seine Gegner zu bezwingen.
Grußwort: Ortsbürgermeister Sven Koch
Einführung in die Ausstellung: Museumsleiterin Lhilydd Frank
Musik: Andrea Baur (Laute)
Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung ist vom 13. Juni 2026 bis zum 30. Mai 2027 im Museum Herxheim zu sehen.
Informationen zum Begleitprogramm sowie zu Führungen und Workshops gibt es auf der Website des Museums: https://www.museum-herxheim.de/