Beigeordnet Anke Mašek, Ortsbürgermeister Sven Koch (Herxheim), Bürgermeister Christian Sommer, Ortsbürgermeisterin Tanja Treiling (Insheim), Ortsbürgermeister Dr. Markus Müller (Herxheimweyher), Ortsbürgermeister Thomas Kienzler (Rohrbach) und Tobias Müller, Leiter des Bauhofs freuen sich gemeinsam mit Hans-Rudi Kuntz (Fahrer der Kehrmaschine) über die Kooperation.
Die Verbandsgemeinde Herxheim geht gemeinsam mit ihren Ortsgemeinden neue Wege in der kommunalen Zusammenarbeit. Für das zukunftsweisende Projekt „Interkommunale Straßenreinigung Herxheim“ hat das Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz eine Förderung in Höhe von bis zu 267.050,00 Euro bewilligt. Mit dieser finanziellen Unterstützung aus der landesweiten IKZ-Pilotförderung („Interkommunale Zusammenarbeit“) wird ein klares Zeichen für Wirtschaftlichkeit und gelebte Partnerschaft vor Ort gesetzt.
Unter der Federführung der Verbandsgemeinde Herxheim haben sich Herxheim, Hayna, Herxheimweyher, Insheim und Rohrbach zusammengeschlossen, um die Straßenreinigung künftig wieder gemeinschaftlich vor Ort zu organisieren. Ziel der Kooperation ist es, durch die gemeinsame Anschaffung und den koordinierten Betrieb einer modernen Straßenreinigungsmaschine sowie den Einsatz von speziell geschultem Personal sowohl die Qualität als auch die Flexibilität der Reinigung spürbar zu steigern.
Durch die Bündelung der Aufgaben in Eigenregie können wir so künftig wesentlich schneller und individueller auf Verschmutzungen oder besondere Erfordernisse vor Ort reagieren. Zudem ermöglicht erst die Gemeinschaft das Beschäftigen einer entsprechenden Fachkraft in einem angemessenen zeitlichen Rahmen – eine Lösung, die für eine einzelne Ortsgemeinde wirtschaftlich nicht darstellbar ist.
Dass sich die Zusammenarbeit auch finanziell auszahlt, belegen Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Verwaltung: Bei einer Fortführung von Einzelvergaben an Dritte belaufen sich die prognostizierten Kosten aller beteiligten Gemeinden nach dem Förderzeitraum über fünf Jahre hinweg auf rund 1,4 Millionen Euro. Durch das gemeinsame Projekt sinken diese Aufwendungen drastisch auf nur noch etwa 345.500 Euro. Das entspricht einer Einsparung von über 1,06 Millionen Euro bzw. rund 75 Prozent. Lange Abstimmungsprozesse, aufwendige Einzelabrechnungen und externe Leistungsprüfungen gehören damit der Vergangenheit an.
Nach dem offiziellen Zuwendungsbescheid durch Innenminister Michael Ebling im Mai 2025, den dann folgenden Ausschreibungen und der Beschaffung des neuen Reinigungsfahrzeugs, ist die neue Kehrmaschine nun bereits seit einigen Wochen erfolgreich im Dauereinsatz auf den Straßen unserer Verbandsgemeinde unterwegs.
Bürgermeister Christian Sommer zeigt sich hocherfreut über die Bewilligung aus Mainz: „Dieses Projekt beweist eindrucksvoll, dass interkommunale Zusammenarbeit kein theoretisches Konstrukt ist, sondern einen direkten, messbaren Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger liefert. Wir steigern die Sauberkeit in unseren Heimatgemeinden und schonen gleichzeitig in erheblichem Maße die kommunalen Haushalte.“
Auch Anke Mašek, Erste Beigeordnete, freut sich über die Zusammenarbeit: „Interkommunale Zusammenarbeit bedeutet, gemeinsam mehr zu erreichen, als es einer alleine könnte. Durch die Bündelung unserer Kräfte haben wir eine moderne und nachhaltige Lösung für die Straßenreinigung geschaffen, von der alle fünf beteiligten Gemeinden gleichermaßen profitieren. Ein starkes Signal für eine zukunftsfähige Verbandsgemeinde!“