Große Resonanz trotz Hitze in der Villa Wieser
Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, verwandelte sich die Villa Wieser in Herxheim für einen Vormittag in eine Zeitmaschine. Unter dem Titel „Tanz auf dem Vulkan" hatte die Kulturinitiative INKA um Klaus Barth und Astrid Day in Kooperation mit der Ortsgemeinde Herxheim zu einer thematischen Matinee im Rahmen des Rheinland-Pfalz Kultursommers 2026 eingeladen. Statt im Park wurde die Veranstaltung wegen der außergewöhnlichen Hitze kurzerhand in die Innenräume der Villa verlegt – dem Publikum tat das keinen Abbruch.
Ein Streifzug durch drei Jahrhunderte
Unter der charmanten Moderation von Sieglinde Eberhart erlebte das Publikum eine dichte, fast dreistündige Kulturreise durch die 1720er, 1820er und die Goldenen Zwanziger Jahre. Im Foyer gab es dazu lokalhistorische Einblicke von Anne Müller.
Frech und nachdenklich: Noah Allmann und Annika Becker ließen das freche, lebendige Berlin der Weimarer Republik aufleben. Direkt im Anschluss beleuchteten Rosa Tritschler und Sanna Heidweiler die Einführung des Frauenwahlrechts von 1919 und hinterfragten kritisch, was davon bis heute noch unvollendet ist.
Musikalische Kontraste: Von den tiefen Klängen Johann Sebastian Bachs bis in die Moderne spannte Regina Wilke mit ihrem Cello den Bogen. Ben Hergl und Wolfgang Weiss überraschten das Publikum mit ihren Interpretationen von Werken der Romantiker Robert Schumann und Franz Schubert.
Brücken zwischen den Kulturen: Siggi Weyers spürte der faszinierenden literarischen Begegnung zwischen Johann Wolfgang von Goethe und dem persischen Dichter Hafis nach. Den emotionalen Schlusspunkt setzte Samer Alhalabi an der syrischen Oud, begleitet von Thomas Greiner an der Gitarre.
Danken möchten wir an dieser Stelle allen Mitwirkenden für ihr Engagement. Am Ende zeigten sich sowohl die Künstler als auch das Publikum begeistert von einem inspirierenden Vormittag.