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Amtsblatt VG Herxheim
Ausgabe 34/2026
Amtlicher Teil
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Herxheimer Bruch

Bei der feierlichen Übergabe v. l. Karin Roth (Beigeordnete der Ortsgemeinde Herxheim), Jeannine Stuckenbrock (NABU RLP), Georg Kern (Erster Kreisbeigeordneter), Alexander Schweitzer (MdL), Dr. Thomas Gebhart (MdB), Sven Koch (Ortsbürgermeister), Hans Müller (Erster Beigeordneter der Ortsgemeinde Herxheim), Maria Eichenlaub (Beigeordnete der Ortsgemeinde Herxheim), Kurt Garrecht (Dipl. Landschaftsarchitekt und Planer)

Ökologisch sanierte Freifläche feierlich eingeweiht und der Bürgerschaft übergeben

Bei strahlendem Sommerwetter und in besonderer Atmosphäre wurde am Samstag die ökologisch sanierte Freifläche im Herxheimer Bruch feierlich eingeweiht und offiziell der Bürgerschaft übergeben. Rund 60 Gäste waren der Einladung der Ortsgemeinde Herxheim gefolgt, darunter zahlreiche Ehrengäste aus Bundes-, Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik sowie Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden, Vereinen, der Bürgerstiftung und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Ortsbürgermeister Sven Koch begrüßte die Anwesenden und erinnerte daran, dass die Fläche ursprünglich als Wohnbaugebiet vorgesehen war. Nachdem bei naturschutzfachlichen Untersuchungen zahlreiche streng geschützte Arten nachgewiesen wurden, entschied sich der Ortsgemeinderat bereits im Jahr 2016 bewusst gegen eine Bebauung und für eine ökologische Entwicklung des Areals. „Mit dem Herxheimer Bruch ist ein Ort entstanden, der Natur- und Artenschutz, Klimaanpassung, Wasserwirtschaft und Naherholung miteinander verbindet und der zeigt, was möglich ist, wenn eine Gemeinde langfristig denkt“, betonte Koch.

Auf einer Fläche von mehr als zwei Hektar wurden Maßnahmen im Wert von rund 280.000 Euro umgesetzt. 90 Prozent der Kosten - insgesamt 252.000 Euro - wurden über das KfW-Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ finanziert. Die Investition stärkt nicht nur den Natur- und Umweltschutz, sondern schafft zugleich einen attraktiven Aufenthalts- und Erholungsraum für die Menschen in Herxheim.

Im Rahmen des Projekts entstanden unter anderem eine Feuchtbrache, mehrere Tiny Forests, eine extensive Schafweide sowie ein Bürgergarten mit Sitzmöglichkeiten und naturnaher Bepflanzung. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Pflanzung von mehr als 100 Bäumen, darunter rund 40 Obstbäume alter Sorten, die künftig eine artenreiche Streuobstwiese bilden werden.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt bei der Einweihung die neue Fledermausstele, die vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten über die „Aktion Grün“ finanziert und von der Koordinationsstelle Fledermausschutz RLP des NABU betreut wird. Sie bietet bis zu 1.000 Fledermäusen einen geschützten Unterschlupf und bereichert das ökologische Gesamtkonzept der Fläche. Besonders erfreulich: Bereits wenige Tage nach ihrer Errichtung konnten drei Fledermäuse beobachtet werden, die die Stele als Unterschlupf genutzt haben - ein erstes ermutigendes Zeichen dafür, dass die neuen Lebensräume von der heimischen Tierwelt angenommen werden.

Der Ortsbürgermeister dankte insbesondere Diplom-Landschaftsarchitekt und Diplom-Biologe Kurt Garrecht, der das Entwicklungskonzept maßgeblich mitgestaltet hatte, sowie den mehr als 50 Baumspenderinnen und Baumspendern, den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, dem Naturschutzverband Südpfalz, der Bürgerstiftung Herxheim und allen weiteren Projektpartnern.

Mit der offiziellen Einweihung steht der Herxheimer Bruch nun allen Bürgerinnen und Bürgern offen - als Ort der Begegnung, der Naturbeobachtung und der Erholung. Die Ortsgemeinde ist überzeugt, dass sich die Fläche in den kommenden Jahren zu einem noch artenreicheren und ökologisch wertvolleren Lebensraum entwickeln wird und zugleich ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Kommunalentwicklung und bürgerschaftliches Engagement setzt.