Die Erweiterung der Kindertagesstätte "Am Wingertsberg" in Herxheim schreitet planmäßig voran. Vergangene Woche konnte die Ortsgemeinde Herxheim gemeinsam mit zahlreichen Gästen das Richtfest des Erweiterungsbaus feiern. Der Rohbau steht, Fenster und Außentüren sind eingebaut und auch die Dachabdichtungsarbeiten sind abgeschlossen.
Ortsbürgermeister Sven Koch begrüßte zum Richtfest Mitglieder des Ortsgemeinderates, Vertreter der Verbandsgemeinde und des Landkreises Südliche Weinstraße sowie Vertreter des mit der Planung beauftragten Planungsbüros Werkgemeinschaft aus Landau. Sein besonderer Dank galt den beteiligten Handwerksbetrieben, die mit ihrem Einsatz maßgeblich zum bisherigen Baufortschritt beigetragen haben.
Besonders herzlich willkommen hieß der Ortsbürgermeister eine Gruppe von Kindern aus der Kindertagesstätte. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen begleiteten die Kinder das Richtfest musikalisch und hatten anschließend als Erste die Gelegenheit, den neuen Anbau im Rohbauzustand zu erkunden. "Es ist etwas Besonderes, wenn diejenigen, für die wir hier bauen, den neuen Raum zum ersten Mal selbst erleben können", so Sven Koch.
Da der Erweiterungsbau mit einem Flachdach ausgeführt wird und damit das klassische Gewerk der Zimmerer nicht erforderlich ist, durfte Ortsbürgermeister Sven Koch selbst den traditionellen Richtspruch sprechen.
"Mit Gunst und Verlaub!
Ein Kinderlachen, hell und rein,
soll hier zu Hause immer sein.
Wo kleine Herzen fröhlich schlagen,
soll man die Freude weitertragen.
Was einst hier stand, werden wir neu gestalten,
erweitern und für morgen erhalten.
Für unsere Kinder, groß und klein,
soll dieser Ort ein Zuhause sein.
Mit Fleiß und Kraft wird hier gebaut,
auf dass man bald voll Freude schaut
auf Räume, hell und freundlich fein,
in denen Kinder glücklich sein.
Den Handwerksleut gilt unser Dank,
für ihren Einsatz Tag für Tag.
Auch allen, die geplant, bedacht,
sei unser Dank hier dargebracht.
Nun bitt' ich Gott mit Zuversicht,
dass er das Haus stets schützt und schlicht.
Bewahre alle, die hier gehen,
und lass das Werk vollendet stehen.
Und wenn dereinst die Kinder lachen,
spielen, lernen, Faxen machen,
dann hat sich all die Mühe gelohnt -
weil hier die Zukunft unserer Gemeinde wohnt.
Nun lasst uns nach des Brauches Sitte
das Glas erheben in unsrer Mitte:
Auf Kinder, Planer und Bauleut',
auf dieses Haus und unsre Freud'!
Hoch! Hoch! Hoch!"
Anschließend wurde das Glas nach guter Tradition zu Bruch gebracht und dem Erweiterungsbau alles Gute für die Zukunft gewünscht.
Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten sowie dem Einbau der Fenster und Außentüren und der Fertigstellung der Dachabdichtung ist ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen. In den einzelnen Gewerken stehen derzeit nur noch kleinere Restarbeiten aus. Diese können teilweise erst nach den Vorleistungen der nachfolgenden Gewerke, beispielsweise im Bereich der Fassade, ausgeführt werden.
Die Trockenbauvorarbeiten wurden in der 35. Kalenderwoche 2026 durchgeführt. Bereits am 31. August 2026 konnten die Elektro-Rohinstallationsarbeiten beginnen, die voraussichtlich in der 38. Kalenderwoche abgeschlossen werden. Ebenfalls in der 38. Kalenderwoche soll die Montage der vorgehängten Fassade starten. Die weiteren technischen Rohinstallationen für Lüftung, Heizung und Sanitär sind ab dem 28. September 2026 vorgesehen.
Die Gewerke Estrich, Innenputz und Fliesen wurden am 1. September 2026 beauftragt.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist der Anschluss der technischen Installationen an das Bestandsgebäude. In Abstimmung mit den Mitarbeitenden der Kindertagesstätte und dem Landesjugendamt wird hierfür vom 12. bis 16. Oktober 2026 ein Interimsbetrieb der Kita in der Kindertagesstätte Niederteich stattfinden.
Auch im Zeitraum von einem Monat vor und nach dieser Woche wird es im laufenden Kita-Betrieb zu einzelnen Einschränkungen kommen. Unter anderem wird der Schlafraum vorübergehend in einen anderen Raum verlegt, da über den derzeitigen Schlafraum die erforderlichen Verbindungsleitungen geführt werden.
"Wir sind sehr froh, dass die Baumaßnahme bislang ohne nennenswerte Schwierigkeiten verläuft und die Beeinträchtigungen für den regulären Kita-Betrieb gering gehalten werden konnten", erklärt Ortsbürgermeister Sven Koch.
Der von den Planungsbeteiligten erstellte Bauzeitenplan wird im Wesentlichen eingehalten. Einige Arbeiten konnten sogar früher als ursprünglich vorgesehen ausgeführt werden - dazu zählt unter anderem die Elektroinstallation. Nach aktuellem Stand kann daher weiterhin davon ausgegangen werden, dass die Erweiterung rechtzeitig zum neuen Kita-Jahr 2027 fertiggestellt werden kann.
Auch finanziell befindet sich die Maßnahme im vorgesehenen Rahmen. Nach der aktuellen Kostenkontrolle liegt die Baumaßnahme innerhalb des Gesamtbudgets von 1.734.137,00 Euro/brutto. Davon werden 948.654,79 Euro/brutto durch Landes- und Kreisfördermittel getragen. 785.482,21 Euro/brutto übernimmt die Ortsgemeinde in Eigenleistung.
Das Richtfest markiert damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu den neuen Räumlichkeiten. Mit dem Erweiterungsbau schafft die Ortsgemeinde zusätzliche und zeitgemäße Räume für die Betreuung der Kinder und investiert damit zugleich in die Zukunft der Gemeinde.