Ein wichtiger Meilenstein für die Jugendarbeit in Herxheim ist erreicht: Am vergangenen Donnerstag hat die Ortsgemeinde Herxheim mit dem offiziellen Spatenstich den Startschuss für den Neubau des Jugendzentrums auf dem Festplatz gegeben.
Mit einer Nutzfläche von rund 390 m² und einem attraktiven Außenbereich entsteht dort ein moderner Ort für Begegnung, Kreativität und gemeinschaftliches Miteinander. Insgesamt investiert die Ortsgemeinde 1,85 Millionen Euro in das neue Jugendzentrum und damit gezielt in die Zukunft der jungen Menschen in Herxheim.
„Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Jugendarbeit in unserer Gemeinde. Wir schaffen nicht einfach nur neue Räumlichkeiten, sondern einen Ort, an dem sich junge Menschen entfalten, eigene Ideen verwirklichen und Gemeinschaft erleben können“, betonte Ortsbürgermeister Sven Koch beim offiziellen Baubeginn.
Von der Modernisierung zum zukunftsweisenden Neubau
Dem Neubau ging ein mehrjähriger Planungs- und Entscheidungsprozess voraus. Bereits im Jahr 2020 entstand die Überlegung, das bisherige Jugendzentrum umfassend energetisch und technisch zu modernisieren. Im Zuge der näheren Untersuchungen wurde jedoch deutlich, dass hierfür Kosten von mehr als 2,2 Millionen Euro zu erwarten wären. Vor diesem Hintergrund entschied der Ortsgemeinderat im Jahr 2023, die ursprünglichen Modernisierungspläne nicht weiterzuverfolgen und stattdessen einen Neubau auf dem Festplatz zu realisieren.
Dass dieses Vorhaben trotz der angespannten Haushaltslage der Ortsgemeinde umgesetzt werden kann, ist auch der Unterstützung des Landkreises Südliche Weinstraße zu verdanken. Dieser hat die besondere Bedeutung des Projekts für die Jugendpflege in Herxheim anerkannt und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Realisierung des Neubaus.
„Gerade in Zeiten finanziell herausfordernder Rahmenbedingungen müssen Investitionen gut abgewogen werden. Mit dem Neubau schaffen wir eine langfristige Perspektive für die Jugendarbeit in Herxheim. Die Unterstützung des Landkreises Südliche Weinstraße ist dabei ein wichtiges Signal und eine wertvolle Hilfe für unsere Gemeinde“, erklärte Koch.
Nachhaltige Bauweise und flexible Nutzungsmöglichkeiten
Bei der Planung des neuen Jugendzentrums wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und eine zukunftsorientierte Bauweise gelegt. Das Gebäude wird in moderner Holzständerbauweise errichtet. Der Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Holz trägt dazu bei, die CO₂-Bilanz des Bauvorhabens zu verbessern. Ergänzt wird das nachhaltige Gebäudekonzept durch eine Photovoltaikanlage sowie ein begrüntes Pultdach.
Die gewählte Holzständerbauweise bietet neben ökologischen Vorteilen auch bauliche Vorzüge: Durch den hohen Vorfertigungsgrad der einzelnen Bauelemente lässt sich die Bauzeit vor Ort verkürzen und ein zügiger Baufortschritt ermöglichen. Die Ortsgemeinde strebt daher an, die Rohbauarbeiten noch im Laufe dieses Jahres abzuschließen. Die endgültige Fertigstellung des Jugendzentrums ist für August beziehungsweise September 2027 vorgesehen.
Auch die Innenraumgestaltung orientiert sich an den vielfältigen Bedürfnissen der künftigen Nutzerinnen und Nutzer. Die funktionale Raumaufteilung ermöglicht eine flexible und multifunktionale Nutzung. Neben einem großzügigen Mehrzweckraum wird das Jugendzentrum über eine Werkstatt und eine Küche verfügen. Damit entstehen vielfältige Möglichkeiten für kreative, handwerkliche, soziale und gemeinschaftliche Aktivitäten.
Ein Standort mit vielfältigen Chancen für Kooperationen
Eine besondere Stärke des neuen Jugendzentrums ist seine Lage auf dem Festplatz. Durch die unmittelbare räumliche Nähe zur Grundschule Herxheim, zum Haus der Begegnung und zum Pfadfinderhaus des Stammes Amundsen ergeben sich neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit und die Entwicklung gemeinsamer Angebote.
Insbesondere vor dem Hintergrund des neuen Ganztagsförderungsgesetzes gewinnt die Vernetzung von Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangeboten zunehmend an Bedeutung. Der neue Standort bietet hierfür beste räumliche Voraussetzungen und eröffnet Perspektiven für eine engere Zusammenarbeit der örtlichen Einrichtungen.
„Die Lage des neuen Jugendzentrums bietet uns große Chancen. Wenn Schule, Jugendarbeit, Vereine und weitere Einrichtungen enger zusammenrücken, können wertvolle Synergien entstehen. Gerade mit Blick auf den kommenden Ganztagsanspruch ist es wichtig, frühzeitig neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln und die vorhandenen Angebote sinnvoll miteinander zu verknüpfen“, hob Sven Koch hervor.
Gemeinsam geplant – gemeinsam in die Zukunft
Ein besonderer Dank des Ortsbürgermeisters galt beim Spatenstich dem Planungsbüro Hausgemacht Architekten aus Landau. Dieses hat nicht nur die bauliche Konzeption entwickelt, sondern den Planungsprozess von Beginn an in enger Abstimmung mit den künftigen Nutzerinnen und Nutzern sowie den umliegenden Einrichtungen gestaltet. Durch diesen gemeinschaftlichen Ansatz konnten die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse in einer abgestimmten Gesamtkonzeption zusammengeführt werden.
Mit dem Neubau des Jugendzentrums investiert die Ortsgemeinde Herxheim nicht nur in eine moderne Infrastruktur, sondern vor allem in die jungen Menschen und das gesellschaftliche Miteinander vor Ort. Das neue Gebäude soll künftig ein lebendiger Treffpunkt werden, der Raum für Begegnung, Beteiligung und persönliche Entwicklung bietet.
„Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Neubau einen wichtigen Grundstein für die Zukunft der Jugendarbeit in Herxheim legen. Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der von den Jugendlichen angenommen und mit Leben gefüllt wird und der sich zu einem Leuchtturm der Jugendarbeit in unserer Gemeinde entwickelt“, so Ortsbürgermeister Sven Koch abschließend.