Eine regionale Zeitung berichtete am vergangenen Samstag über die „Blitzerbilanz: Bußgelder von knapp einer halben Million Euro“. Dabei bleibt jedoch unerwähnt, worum es bei den stationären Geschwindigkeitsmessanlagen in Herxheimweyher eigentlich geht – nämlich um mehr Sicherheit und weniger Lärm im Ort.
Das Ministerium des Innern und für Sport hat die Anlagen als fünfjähriges Modellprojekt genehmigt. Ziel ist es, die Zahl zu schneller Fahrzeuge dauerhaft zu verringern. Mehrere Tausend Verkehrsteilnehmer halten sich heute dank der Messanlagen an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.
In Herxheimweyher gilt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen. Schon vor rund zehn Jahren belegten Berechnungen des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, dass die Orientierungswerte zum Schutz der Anwohner vor Straßenverkehrslärm überschritten werden. Eine niedrigere Geschwindigkeit senkt die Lärmbelastung spürbar – das bestätigen auch Untersuchungen des Umweltbundesamts.
Die Geschwindigkeitsmessanlagen tragen dazu bei, dass dieses Ziel erreicht wird: Sie sorgen für ruhigeren Verkehr, weniger Lärm und eine höhere Verkehrssicherheit im Ort. Von der Reduzierung profitieren alle – vor allem die Anwohner und alle, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Straßenraum bewegen.