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Heusweiler Wochenpost
Ausgabe 11/2026
Amtlicher Teil
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Aktuell vermehrte Fälle von Fuchsräude in der Gemeinde Heusweiler

Informationen, Tipps zur Prävention und Verhalten

Was ist Fuchsräude?

Fuchsräude ist eine hochgradig ansteckende Hauterkrankung, verursacht durch Grabmilben (Sarcoptes scabiei). Sie ist bei Füchsen oft tödlich, kann aber auch auf Hunde und in seltenen Fällen auf Menschen übertragen werden (sog. Pseudokrätze). Typische Beschwerden sind starker Juckreiz, Haarausfall, Krustenbildung und Rötungen der Haut. Die Behandlung beim Hund ist in der Regel sehr wirksam.

Übertragung

  • Der Erreger wird durch direkten Kontakt mit infizierten Füchsen, deren Kadavern oder durch Kontakt mit kontaminierten Bauten/Liegeplätzen übertragen.
  • Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich; dort kommt es zu einer Pseudokrätze, die sich zwar juckt, aber nicht weiter fortpflanzt. Die Beschwerden klingen meist nach etwa zwei Wochen von selbst ab.

Vorbeugung und Schutz

  • Seien Sie aufmerksam, wenn Sie in Räude-Gebieten unterwegs sind
  • Halten Sie Ihre Hunde in bekannten Räude-Gebieten an der Leine
    (Auch wegen der Brut- und Setzzeit.)
  • Kontakt zu Füchsen und deren Bauten vermeiden.
  • Regelmäßige Kontrolle von Hundebädern, Hundenägeln und Fellzustand.
  • Bei Verdacht auf Infektion: Schlafplätze, Decken und Bürsten gründlich reinigen.
  • Bei Verdacht auf Hautprobleme beim Hund oder Menschen zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt bzw. Hausarzt zu konsultieren.

Symptome beim Hund

  • Häufige Stellen: Ohrränder, Ellbogen, Sprunggelenke und Bauch.
  • Symptome: Starker Juckreiz, rötliche Papeln, Pusteln und Krustenbildung.

Behandlung beim Hund

  • Tierärztliche Behandlung erfolgt effektiv mit Medikamenten gegen Milben:
    • monatliche Kautabletten (z. B. Isoxazoline)
    • oder Spot-on-Präparate (z. B. Selamectin)

Hinweise zur Meldung

  • Kranke oder tote Füchse sollten nicht berührt, sondern dem Jagdpächter oder dem Veterinäramt gemeldet werden.

Bei Rückfragen, wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt oder an den lokalen Jagdpächter.