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Heusweiler Wochenpost
Ausgabe 19/2026
Amtlicher Teil
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Start des Interreg-A-Großregion-Projekts GD-GR im Saarland

Bürgermeister v.l.n.r.: Daniel Kiefer (Mettlach), Bodo Groß (IZES), Thomas Redelberger (Heusweiler), Ralf Uhlenbruch (Perl), Michael Forster (Homburg), Marcus Hoffeld (Merzig), Joshua Pawlak (Rehlingen-Siersburg).

Im Rahmen des Interreg-A-Großregion-Projekts ‚GD-GR – Green Deal in der Großregion‘ hatten wir heute die Ehre, die Bürgermeister der teilnehmenden saarländischen Städte und Gemeinden (Heusweiler, Homburg, Merzig, Mettlach, Rehlingen-Siersburg und Perl) zu einem kurzen Austausch begrüßen zu dürfen.

Das ausgeprägte Interesse der kommunalen Entscheidungsträger an erneuerbaren Energien und Wasserstoff sowie ihre Einsatzbereitschaft und Führungsstärke sind entscheidende Faktoren für den Erfolg des Projekts und die Realisierung des European Green Deals.

Die Präsenz der Bürgermeister unterstreicht die zentrale Rolle, welche die Kommunen bei der Überführung des European Green Deals in konkrete Maßnahmen vor Ort spielen. Als bürgernächste Institutionen sind sie unverzichtbar, wenn es darum geht, das Bewusstsein, die Beteiligung und das Vertrauen in die Energiewende innerhalb Ihrer Kommunen zu stärken. Diese bürgernahe Arbeit bildet das Fundament, um das Verständnis für Innovationen sowie die Akzeptanz nachhaltiger Technologien und sauberer Energiesysteme nachhaltig zu fördern.

Im Rahmen von GD-GR unterstützt das Konsortium die Kommunen dabei, gemeinsam öffentliche Veranstaltungen auszurichten, den Bürgerdialog zu intensivieren und Bildungsmaßnahmen sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion voranzutreiben. Dieses Engagement stellt sicher, dass das Projekt fest an lokale Bedürfnisse geknüpft bleibt und eine gemeinsame Perspektive für eine grünere Zukunft der Großregion entwickelt wird.

Das heutige Treffen hat erneut verdeutlicht, dass eine erfolgreiche Energiewende maßgeblich vom lokalen Engagement abhängt. Durch die enge Kooperation der teilnehmenden saarländischen Kommunen mit Universitäten, Institutionen, Bürgern und Bürgerinnen geht die Großregion mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie Zusammenarbeit Herausforderungen in Chancen verwandelt. Gemeinsam schaffen wir im Rahmen von GD-GR eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Großregion für kommende Generationen.

Über das IZES:

Die IZES gGmbH ist eine führende vom Saarland geförderte anwendungsorientiert und systemisch agierende außeruniversitäre Forschungseinrichtung im Bereich der Energie- und Stoffstromanalyse. Aus dem Herzen des Saarlandes heraus, in der Landeshauptstadt Saarbrücken, bearbeitet das IZES seit über 25 Jahren transdisziplinäre (inter-)nationale Forschungsprojekte, um nachhaltige und klimaneutrale Energie- und Stoffstromsysteme auf lokaler und regionaler Ebene zu schaffen, die auch unter sehr schwierigen und sich verändernden Rahmenbedingungen widerstandsfähig bleiben. Das Team des IZES zählt derzeit rund 80 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die erfolgreich an praxisorientierten Lösungen im Rahmen eines jährlichen Projektforschungsvolumens von rund 4 Mio. € an der Umsetzung der Energiewende arbeiten.

Über der Interreg A Großregion Vorhaben GD-GR – Green Deal in der Großregion (INTGR1500273):

Regionale Unterschiede bei der Energieversorgung, sprachliche und regulatorische Hürden sowie ein uneinheitliches Bewusstsein der Bevölkerung für die Notwendigkeit der Energiewende erschweren die Umsetzung des Green Deals in der Großregion. Das Projekt GD – GR adressiert diese Herausforderungen indem es die breite Öffentlichkeit, insbesondere durch die Unterstützung der teilnehmenden Städte und Kommunen der Großregion, unabhängig und allgemeinverständlich zum Einsatz erneuerbarer Energien und der Rolle von Wasserstoff in vielfältiger Weise informiert, kommunale Netzwerke aufbaut sowie langfristig dringend benötigte Fachkräfte ausbildet.

Das Projekt entwickelt neue Lehrinhalte als Grundlage für einen transnationalen Studiengang zu erneuerbaren Energien und Wasserstoff, speziell zugeschnitten auf die Großregion. Allgemeinverständlich aufbereitet, und angepasst an eine möglichst breite Zielgruppe wird dieses Wissen bei lokalen und transnationalen Veranstaltungen, gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Kommunen und weiteren strategischen Partnern, weitergegeben und über eine digitale Informationsplattform zugänglich gemacht.

Dieser grenzüberschreitende Ansatz rückt die komplexen Herausforderungen des Klimawandels sowie mögliche Lösungsansätze in den Fokus der Bürger und Bürgerinnen und unterstützt dadurch die Akzeptanz für und die Umsetzung des Green Deals in der Großregion.