Titel Logo
Heusweiler Wochenpost
Ausgabe 36/2026
Amtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Feuerwehr übt Vegetationsbrandbekämpfung

Rehlingen-Siersburg. Die Zahl der Wald- und Vegetationsbrände nimmt aufgrund längerer Trockenperioden und zunehmender Hitzeereignisse stetig zu. Um die Feuerwehren auf diese besonderen Einsatzlagen vorzubereiten, fand am Samstag, den 22. August 2026, in Rehlingen-Siersburg ein Lehrgang zur Vegetationsbrandbekämpfung für Multiplikatoren statt. Die Ausbildung wurde von der Fachgruppe Vegetationsbrandbekämpfung der Gemeindefeuerwehr Rehlingen-Siersburgim Landkreis Saarlouis durchgeführt.

Ziel des Lehrgangs war es, Einsatzkräfte umfassend auf die Herausforderungen von Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden vorzubereiten und ihnen moderne Taktiken, Techniken und Führungsgrundsätze zu vermitteln. Die Teilnehmer erhielten dabei nicht nur theoretisches Wissen, sondern konnten die erlernten Inhalte auch unter realitätsnahen Bedingungen praktisch anwenden.

Neue Herausforderungen für die Feuerwehren

Vegetationsbrände unterscheiden sich erheblich von klassischen Gebäudebränden. Die schnelle Brandausbreitung durch Wind, trockenes Gras oder Waldbestand, schwierige Geländeverhältnisse sowie lange Einsatzzeiten stellen besondere Anforderungen an Mensch und Material.

Im Rahmen des Lehrgangs wurden daher unter anderem folgende Fachthemen behandelt:

*

Lageerkundung und Gefährdungsbeurteilung bei Vegetationsbränden

*

Taktische Einsatzplanung und Führung von Einsatzabschnitten

*

Bekämpfung von Boden-, Gras- und Waldbränden

*

Anlage von Kontroll- und Wundstreifen

*

Einsatz von D-Schläuchen und Handwerkzeugen

*

Wassermanagement und Löschwasserversorgung in unwegsamem Gelände

*

Sicherheit der Einsatzkräfte bei hohen Temperaturen

*

Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren und Führungseinheiten

*

Unterstützung durch Drohnen zur Lageerkundung

*

Kommunikation und Führungsunterstützung durch Fernmeldeeinheiten

*

Einsatzmöglichkeiten von Einsatzleitwagen bei Großschadenslagen

Besonderes Augenmerk lag auf der Rolle der Teilnehmer als Multiplikatoren. Sie sollen das erworbene Wissen künftig in ihren Heimatwehren weitergeben und damit zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft im gesamten Landkreis und darüber hinaus beitragen.

Von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr durchliefen die Teilnehmer verschiedene Ausbildungsstationen. Dabei wurden moderne Einsatztechniken erprobt sowie taktische Vorgehensweisen trainiert. Die praktische Ausbildung ermöglichte es den Feuerwehrangehörigen, Erfahrungen unter nahezu realen Einsatzbedingungen zu sammeln und die Zusammenarbeit verschiedener Einheiten zu optimieren.

Gerade die Kombination aus Theorie und Praxis wurde von den Teilnehmern als besonders wertvoll bewertet. Die zunehmenden Trockenperioden der vergangenen Jahre zeigen deutlich, dass Vegetationsbrände längst keine Ausnahmeerscheinung mehr sind und regelmäßige Fortbildungen erforderlich machen.

Feuerwehr Heusweiler vertreten

Dank der Unterstützung des Landkreises Saarlouis konnten auch Angehörige derFeuerwehr Heusweiler an dem Lehrgang teilnehmen.

Folgende Feuerwehrangehörige nahmen teil:

*

OBM Uwe Arnholt, Löschbezirk Mitte

*

OBM Nils Feld, Löschbezirk Obersalbach

*

BM Stefan Leinenbach, Löschbezirk Ost

*

BM Lothar Forster, Löschbezirk Berschweiler

*

FM Hannes Kunz, Löschbezirk Lummerschied

Die Teilnehmer konnten zahlreiche Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln, die künftig in die Ausbildung innerhalb der Feuerwehr Heusweiler einfließen werden.

Dank an Organisatoren und Ausbilder

Ein besonderer Dank gilt dem Landkreis Saarlouis, der die Teilnahme der Feuerwehr Heusweiler ermöglicht hat, sowie derFachgruppe Vegetationsbrandbekämpfung der Gemeindefeuerwehr Rehlingen-Siersburgfür die professionelle Planung und Durchführung des Lehrgangs.

Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass eine moderne und spezialisierte Ausbildung im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung unverzichtbar geworden ist. Gut ausgebildete Einsatzkräfte tragen entscheidend dazu bei, Wald- und Flächenbrände frühzeitig einzudämmen, Sachwerte zu schützen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Text: Uwe Arnholt