In der Januarsitzung des Gemeinderates informierte die Deutsche Glasfaser Holding GmbH über den aktuellen Stand des geplanten Glasfaserausbaus im Gemeindegebiet. Das Unternehmen bekräftigte, dass der Ausbau wie vorgesehen umgesetzt wird. Der Beginn der Tiefbauarbeiten ist – nach Verzögerungen durch die Trennung vom bisherigen Bauunternehmen – weiterhin vorgesehen. Ein neuer Ausbaupartner erarbeitet derzeit die Detailplanung und stimmt diese mit der Gemeindeverwaltung ab.
Vor dem Start der Bauarbeiten wird eine öffentliche Auftaktveranstaltung stattfinden. Dort werden die Deutsche Glasfaser und die Gemeindeverwaltung über den Ablauf des Ausbaus informieren und Fragen zu bereits geschlossenen Verträgen beantworten. Erst nach dieser Veranstaltung sollten Bürgerinnen und Bürger auf Anfragen zu Hausbegehungen oder Vertriebsaktivitäten reagieren.
Die Gemeinde weist darauf hin, dass in den Ortsteilen nicht nur Vertreter der Deutschen Glasfaser unterwegs sind. Auch andere Telekommunikationsunternehmen sowie gelegentlich Personen ohne direkten Auftrag führen Haustürbesuche durch. Bürgerinnen und Bürger sollten daher aufmerksam prüfen, wer an der Haustür steht.
Zwischen der Gemeinde Illingen und der Deutschen Glasfaser besteht ein Kooperationsvertrag, der ausschließlich organisatorische Unterstützung – etwa bei Antragsbearbeitung oder Pressearbeit – umfasst. Die Gemeinde ist nicht Auftraggeber des Glasfaserausbaus; dieser erfolgt eigenverantwortlich und eigenwirtschaftlich durch die Deutsche Glasfaser Holding GmbH.
Eine Abschaltung bestehender Kupferleitungen (z. B. Telekom, Vodafone) ist derzeit nicht vorgesehen. Auch wenn die Herstellung eines Glasfaser-Hausanschlusses aus mehreren Gründen Sinn macht, besteht entgegen diverser Vertriebsaussagen keine Verpflichtung einen solchen Anschluss legen zu lassen. Die Bundesnetzagentur plant eine Abschaltung der alten Leitungen erst nach flächendeckender Glasfaserversorgung. Bis dahin wird noch erhebliche Zeit vergehen.