Gerade im bevorstehenden Frühjahr zieht es uns Menschen wieder vermehrt nach draußen in die Natur. Besonders Hundebesitzer sind viel in der freien Landschaft unterwegs. Zeitgleich beginnt eine besonders sensible Zeit für die Tierwelt. Viele Wildtiere bekommen in diesen Wochen ihren Nachwuchs. Rehkitze liegen gut getarnt im hohen Gras, Vögel brüten am Boden oder in niedrigen Sträuchern. Schon kurze Störungen können dazu führen, dass Tiere flüchten oder Jungtiere zurücklassen. Besonders freilaufende Hunde sorgen dabei – oft ungewollt – für großen Stress. Auch der liebste Familienhund wird von Wildtieren als Gefahr wahrgenommen.
Deshalb gilt während der Brut- und Setzzeit (1. März bis 30. September) in der freien Landschaft eine einfache Regel: Hunde bitte an der Leine führen, und um den Schutz der Wildtiere sicherzustellen, Wiesen zwischen dem 1. April und dem 15. Oktober nicht betreten. Um diese Bitte sichtbar und freundlich in Erinnerung zu rufen, hat die Naturwacht eine Aktion gestartet. Mit einer Schablone werden auf Feldwegen entsprechende Hinweise aufgesprüht. Die Farbe ist bewusst so gewählt, dass sie im Laufe des Jahres wieder verblasst. Ziel der Aktion ist ein achtsames Miteinander von Mensch, Hund und Natur, die dazu beitragen soll Konflikte zu vermeiden. In der Gemeinde Illingen werden die Sprühpunkte dankenswerterweise in den nächsten Tagen von den Naturschutzbeauftragten unter Federführung des Wustweiler Naturschutzbeauftragten aufgebracht.
Wir hoffen sehr, dass Hundebesitzer und Spaziergänger die Notwendigkeit und Wichtigkeit, die hinter dieser Aktion steht, nachvollziehen können und spätestens ab April alle Hundebesitzer ihre vierbeinigen Freunde zum Schutz unserer Wildtiere anleinen werden.