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Ausgabe 27/2026
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Eichenprozessionsspinner

Es geht wieder los...

Warnung vor Eichenprozessionsspinner

Aktuell werden im Gemeindegebiet vermehrt Nester des Eichenprozessionsspinners gemeldet. Die Raupen dieses Schmetterlings tragen feine Brennhaare, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen können.

Grund hierfür ist ein Nesselgift, dass in den Brennhaaren enthalten ist. Der Kontakt mit den Haaren kann zu Hautreizungen, Juckreiz, Rötungen sowie Entzündungen führen. Darüber hinaus können Augenreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auftreten.

Die Gemeinde überprüft derzeit bekannte befallene Stellen und veranlasst, sofern erforderlich, entsprechende Sicherungs- und Bekämpfungsmaßnahmen. Da die Eiche jedoch sehr stark in unserer Region verbreitet ist, werden von der Gemeinde nur die Nester beseitigt, die sich an öffentlichen Plätzen, wie Spielplätze, Kindergärten und Schulen befinden. Nester entlang von Straßen- und Wegesrändern, im Wald oder auf Privatgrundstücken können nicht beseitigt werden.

Verhaltenshinweise für Bürgerinnen und Bürger

Wir bitten daher alle Einwohnerinnen und Einwohner folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

• Befallene Eichen und abgesperrte Bereiche meiden.

• Nester und Raupen keinesfalls berühren oder eigenständig entfernen.

• Kinder auf die Gefahren aufmerksam machen und von betroffenen Bereichen fernhalten.

• Hunde und andere Haustiere nicht in der Nähe befallener Bäume laufen lassen.

• Bei gesundheitlichen Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Vorgehen bei Verdachtsfällen

Wer Nester oder Raupen des Eichenprozessionsspinners entdeckt, sollte diese unter keinen Umständen selbst zu beseitigen. Auch das Abflammen ist hoch riskant, da die Brennhaare aufgewirbelt und in vermehrt in der Luft verteilt werden. Darüber hinaus besteht bei der sommerlichen Trockenheit starkes Brandrisiko! Wenden Sie sich an einen lokalen Schädlingsbekämpfer oder eine Baumfachfirma, die über die notwendige Expertise verfügt.

Der Eichenprozessionsspinner sitzt, wie der Name vermuten lässt, an Eichen. Sollten Sie Nester an anderen Bäumen oder Sträuchern entdecken, handelt es sich nicht um den Eichenprozessionsspinner, sondern vermutlich um die harmlose Gespinstmotte.