Aus einer grauen Mauer ist ein echter Hingucker geworden:
Zehn Jugendliche haben in den vergangenen Tagen im Rahmen des Graffiti-Projekts „Jugendkunst braucht Raum“ den Fußweg zum JUZ Illingen und zur Grundschule Illingen farbenfroh neugestaltet. Entstanden ist dabei weit mehr als ein Graffiti – die Jugendlichen haben ihre Ideen, Werte und Sichtweisen mitten im öffentlichen Raum sichtbar gemacht.
Das Projekt wurde in Kooperation mit dem JUZ Illingen durchgeführt und durch das Regionalbudget der LEADER-Region SaarMitte8 gefördert. Dadurch konnten alle interessierten Jugendlichen kostenlos teilnehmen und gemeinsam ihre Kreativität entfalten.
Bereits vor dem ersten Sprühstoß entwickelten die Teilnehmenden ihre Motive in gemeinsamen Planungstreffen. Schnell war klar, welche Themen auf die Mauer gehören: Respekt, Zusammenhalt, Loyalität und Gemeinschaft – Werte, die das Jugendzentrum prägen. Gleichzeitig fanden auch typische Elemente des JUZ-Alltags ihren Platz und verleihen dem Kunstwerk einen ganz eigenen Charakter.
Nach den Vorbereitungsarbeiten mit Grundierung und ersten Skizzen ging es an die Spraydosen. Trotz sommerlicher Temperaturen arbeiteten die Jugendlichen mehrere Tage konzentriert an ihren Motiven. Es wurde ausprobiert, verworfen, verbessert und perfektioniert. Mit jedem Arbeitsschritt wuchs die Mauer zu einem gemeinsamen Gesamtkunstwerk zusammen.
Während der gesamten Projektwoche blieben immer wieder Passantinnen und Passanten stehen, beobachteten die Arbeiten und kamen mit den Jugendlichen ins Gespräch. So wurde das Projekt nicht nur zu einem kreativen Erlebnis, sondern auch zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs.
Zum Abschluss besuchten Bürgermeister Andreas Hübgen sowie Frau Berg, die das Regionalbudget der LEADER-Region SaarMitte8 betreut, die Projektgruppe und verschafften sich einen Eindruck von den fertigen Kunstwerken. Beide würdigten das Engagement der Jugendlichen und hoben hervor, wie wichtig Projekte sind, die jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Ideen einzubringen und ihre Gemeinde aktiv mitzugestalten.
Neben der kreativen Arbeit kam auch das Gemeinschaftsgefühl nicht zu kurz. Gemeinsame Mittagessen boten Gelegenheit zum Austausch, stärkten den Teamgeist und machten die Projektwoche zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.
Ein besonderer Dank gilt dem Graffitikünstler Edem Dippel, der die Jugendlichen während des gesamten Projekts fachlich begleitet und den kreativen Prozess angeleitet hat. Ebenso bedanken wir uns bei allen engagierten Jugendlichen, dem ASB Illingen, auf dessen Mauer das Kunstwerk entstehen durfte, dem Bauhof der Gemeinde Illingen für die Unterstützung bei den Vorbereitungsarbeiten, dem Partyservice Strauß für die Verpflegung während der Projektwoche sowie der LEADER-Region SaarMitte8, die das Projekt über das Regionalbudget finanziell gefördert und damit erst möglich gemacht hat.
Das fertige Kunstwerk verschönert nun nicht nur den Weg zum Jugendzentrum und zur Grundschule. Es steht auch symbolisch für das, was moderne Jugendarbeit ausmacht: Jugendlichen Raum geben, ihre Ideen ernst nehmen und gemeinsam etwas Bleibendes schaffen.