Mitten in der Nacht begann sie – eine Woche, auf die sich viele Jugendliche schon lange gefreut hatten. Drei Kleinbusse, 24 Jugendliche, zwei Jugendpflegerinnen und zwei Betreuer machten sich gemeinsam auf den Weg Richtung Italien. Während draußen noch alles schlief, war die Reisegruppe des Jugendbüros Illingen gemeinsam mit dem Jugendbüro Eppelborn bereits unterwegs zum Gardasee – mit guter Laune, viel Vorfreude und einer Playlist, die die lange Fahrt wie im Flug vergehen ließ. Nach der Ankunft in Salò bezog die Gruppe ihre Unterkunft, das Hotel Betty. Trotz der langen Nacht war die Müdigkeit schnell vergessen, als sich der erste Blick auf den glitzernden Gardasee bot. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Ankommens: Gemeinsam am See entspannen, die Füße ins Wasser halten, den Alltag hinter sich lassen und bei einer original italienischen Pizza das erste Stück Dolce Vita genießen.
Am nächsten Tag führte der erste Ausflug nach Riva del Garda. Dort, wo die Ausläufer der Alpen direkt auf den Gardasee treffen, erwartete die Jugendlichen eine beeindruckende Landschaft. Natürlich ließ sich die Gruppe die Gelegenheit nicht entgehen, direkt ins Wasser zu springen. Beim Schwimmen, Wettschwimmen und gemeinsamen Baden stand vor allem eines im Mittelpunkt: gemeinsam Spaß zu haben und den Sommer zu genießen. Anschließend ging es weiter nach Limone sul Garda. Der malerische Ort verdankt seinen Namen den berühmten Zitronengärten, in denen bereits seit Jahrhunderten Zitrusfrüchte angebaut werden. Zwischen den kleinen Gassen, den liebevoll gestalteten Geschäften und den historischen Häusern blieb genügend Zeit zum Bummeln, bevor sich viele das berühmte Zitroneneis schmecken ließen.
Am dritten Tag wartete ein Programmpunkt, den sich die Jugendlichen bereits bei der partizipativen Planung der Freizeit ausdrücklich gewünscht hatten. Nachdem der Überraschungsausflug mit dem Bananenboot im vergangenen Jahr für große Begeisterung gesorgt hatte, war schnell klar: Das muss wieder dabei sein. Also hieß es Schwimmwesten anziehen, festhalten und los! Rasante Kurven, lautes Gelächter und der ein oder andere unfreiwillige Sprung ins Wasser sorgten für jede Menge Spaß und machten diesen Tag zu einem echten Highlight der Freizeit. Anschließend blieb noch genügend Zeit zum Baden, Spielen und Entspannen am Gardasee. Am Nachmittag führte der Weg weiter nach Lazise. Die historische Altstadt mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer, den verwinkelten Gassen und den zahlreichen kleinen Geschäften lud zum Bummeln und Genießen ein. Bei Bruschetta, Pasta oder einem italienischen Eis konnten die Jugendlichen das mediterrane Lebensgefühl in vollen Zügen erleben.
Ein weiterer Höhepunkt der Woche war der Ausflug nach Verona – eine der geschichtsträchtigsten Städte Norditaliens und UNESCO-Weltkulturerbe. Während einer Stadtführung tauchte die Gruppe in die mehr als 2.000-jährige Geschichte der Stadt ein. Sie erkundete das römische Viertel, schlenderte durch historische Gassen und bestaunte die prachtvollen Palazzi mit ihren kunstvoll gestalteten Fassaden. Viele dieser Gebäude stammen aus der Zeit, als Verona eine bedeutende Handelsstadt war. Wohlhabende Kaufleute schmückten ihre Häuser mit aufwendigen Malereien und Verzierungen, um ihren Reichtum sichtbar zu machen – Spuren davon prägen die Altstadt bis heute. Ein besonderes Highlight war die Arena di Verona. Das beeindruckende Amphitheater wurde bereits im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut und zählt zu den besterhaltenen römischen Bauwerken dieser Art weltweit. Wo früher Gladiatorenkämpfe stattfanden, finden heute weltberühmte Opernaufführungen unter freiem Himmel statt. Natürlich durfte auch ein Besuch am berühmten Balkon der Julia nicht fehlen. Auch wenn die Liebesgeschichte von Romeo und Julia auf William Shakespeare zurückgeht und historisch nicht belegt ist, zählt der romantische Innenhof zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Italiens und begeistert jedes Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher. Nach so viel Geschichte blieb genügend Zeit, Verona auf eigene Faust zu entdecken, durch die Einkaufsstraßen zu schlendern, italienische Spezialitäten zu genießen und das besondere Flair der Stadt auf sich wirken zu lassen.
Zum Abschluss der Ausflugswoche wartete mit dem Gardaland noch einmal jede Menge Action. Ob rasante Achterbahnen, spektakuläre Wasserbahnen oder atemberaubende Fahrgeschäfte – gemeinsam wurden noch einmal unvergessliche Erinnerungen gesammelt. Trotz der sommerlichen Hitze wollte niemand auch nur eine Minute dieses Tages verpassen. Mindestens genauso wichtig wie die Ausflüge waren jedoch die vielen kleinen Momente dazwischen. Die gemeinsamen Abende am Steg des Gardasees, Werwolf-Runden bis spät in den Abend, Gespräche über Erlebtes, spontane Tanzeinlagen, gemeinsames Baden oder ein Eis mit Blick auf den See machten die Freizeit zu etwas ganz Besonderem. Aus einer Reisegruppe wurde innerhalb weniger Tage eine Gemeinschaft, in der viel gelacht, füreinander da gewesen und unzählige Erinnerungen geschaffen wurden. Als am letzten Abend ein Feuerwerk den Himmel über dem Gardasee erleuchtete, wurde vielen bewusst, wie schnell diese Woche vergangen war. Am nächsten Morgen hieß es Koffer packen und Abschied nehmen. Mit vielen neuen Freundschaften, unvergesslichen Erlebnissen und jeder Menge gemeinsamer Geschichten im Gepäck machte sich die Gruppe schließlich auf den Heimweg.
Die Jugendfreizeit des Jugendbüros Illingen, die in Kooperation mit dem Jugendbüro Eppelborn durchgeführt wurde, zeigte einmal mehr, wie wertvoll solche gemeinsamen Reisen für junge Menschen sind. Sie schaffen Freiräume, stärken den Zusammenhalt und ermöglichen Erfahrungen, die weit über eine Urlaubswoche hinausreichen. Vor allem aber entstehen Erinnerungen, von denen die Jugendlichen noch lange erzählen werden – ganz im Sinne von „den beiden Maras on Tour“.