(Stand Gemeinde mit Caritaszentrum Schaumberg-Blies)
Auch in diesem Jahr konnte bei bestem spätsommerlichem Wetter im Rahmen der 6. Europäischen Mobilitätswoche am vorletzten Freitag, wieder der schon zur Tradition gewordene Mobilitätstag für Menschen mit Behinderung sowie Seniorinnen und Senioren durchgeführt werden.
Bürgermeister Andreas Hübgen und der Organisatorin Elke Schleppi mit Dominik Blug, beide vom Fachbereich IV der Gemeinde Illingen, sowie der Senioren- und Behindertenbeauftragten Helma Wagner war es eine große Freude, viele interessierte Besucher*innen in der neuen Ortsmitte begrüßen zu können.
Sie freuten sich besonders, dass auch in diesem Jahr wieder bestens vorbereitete Ausstellerinnen und Aussteller aus den verschiedensten Bereichen den Weg nach Illingen gefunden haben. Dass erstmals ein ständiges Mitglied des Illinger Seniorenbeirates, das Caritaszentrum für Pflege und Beratung mit den Mitarbeiterinnen Sarah Lehmann-Boewen und Marika Seibert-Küster mit vertreten waren und ihr Angebot fachkundig präsentiert haben, freut alle Beteiligten.
Aber auch zwei weitere großartige Projekte aus dem Saarland, das carsharing Projekt der Stiftung Rückhalt und des Vereins passgenau e.V. sowie Kulturschlüssel Saar waren erstmals bzw. wieder mit an Bord.
Eingebunden in den Illinger Wochenmarkt an der Brauturmgalerie lockte die inzwischen bekannte Veranstaltung wieder genau das richtige Publikum an.
Selbst von Einschränkungen Betroffene, oder einfach nur am Thema Interessierte, hatten umfassend Gelegenheit, sich über ein breites Angebot an Mobilitätshilfen jeglicher Art zu informieren. Dabei hatten die Ausstellenden wie gewohnt alle Generationen im Blickfeld. Man konnte in direkten Kontakt mit den Anbietern treten und sich im Einzelfall zu seiner individuellen Problemlage beraten lassen, wovon gern Gebrauch gemacht wurde.
Beeindruckend war, dass wieder viele Kontakte und gute Gespräche stattfanden und sich so manches Problem dank der professionellen Beratung, von zum Teil selbst Betroffenen, dann auch gar nicht mehr so problematisch anfühlte und Hilfe aufgezeigt wurde bzw. sogar lösbar war. Gerne machte man auch vom umfassenden Informationsmaterial Gebrauch, das die Ausstellenden mitgebracht hatten. So gab es auch etliche Neuheiten zu entdecken und man hatte Gelegenheit sie direkt vor Ort auszuprobieren.
Bürgermeister Hübgen zeigte sich nach seinem Rundgang beeindruckt von der Themenvielfalt und dass auch Ausstellende von außerhalb mit ihren vielfältigen und interessanten Angeboten den Weg nach Illingen gefunden hatten.
Mit dabei waren bei dieser 6. Europäischen Mobilitätswoche bereits zum 5. Mal der BSK Saarland (Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.) und der „Illka“ Bürgerbus (Heimat.Nah.Mobil), sowie bereits zum 6. Mal mobisaar mit seinen Mobilitätslotsen, das DRK Hüttigweiler-Hirzweiler mit seinem „Testbus“, Orthopädietechnik Meiser mit Mobilitätshilfen speziell für Kinder und Jugendliche sowie der gemeindeeigene Infostand zu Themen rund ums „älter werden“ und „Behinderung“.
Mitvertreten am „Gemeindestand“ waren in diesem Jahr wieder unsere bekannten Illinger Senioren-Sicherheits-Berater (SSB) Reimund Detambel aus der Nachbargemeinde Merchweiler und Alfred Spaniol aus Wustweiler. Gerne nutzten beide die Gelegenheit sich und ihr kostenloses Angebot zur Förderung der Sicherheit von Senior*innen in der Gemeinde bekannter zu machen und der Bevölkerung ihre ehrenamtliche Arbeit im Bereich Seniorensicherheit vorzustellen. Im Gepäck hatten sie vielfältiges Infomaterial zu den unterschiedlichsten Themenfeldern von Seniorensicherheit und gerne standen sie Interessierten für Fragen zur Verfügung. Sie betonten ihre Bereitschaft, nicht nur im Rathaus, sondern gerne auch bei Vereinen, Verbänden, Senioreneinrichtungen oder auch an Seniorennachmittagen und anderen Veranstaltungen, Vorträge zu allen Themen im Bereich von Seniorensicherheit anzubieten. Ebenso bestehe ggfls. auch die Möglichkeit zur Beratung in der Häuslichkeit (z.B. bzgl. Maßnahmen zum Einbruchschutz). Selbstverständlich können sich beide als SSB entsprechend ausweisen.
Ihr Angebot ist ehrenamtlich und kostenlos. Anfragen können Sie SSB Detambel gerne unter Tel.: 06825/404 90 71 oder per Mail: ssb-illingen@gmx.de. SSB Alfred Spaniol erreichen Sie unter Tel.: 0160/7592500 oder per Mail: info@alfred-spaniol.de.
(SSB)
Mit dabei waren in diesem Jahr außerdem:
Die Projekt-Verantwortlichen von mobisaar (Mobilität für alle) mit Frank Künzer, Marc Leiner (saarVV) und Projektleiterin Kathrin Stenger sowie die Mobilitätslotsen Peter Laval, Jürgen Schwan u. a.
Das Team von mobisaar unterbreitete den Interessierten ihr außergewöhnliches Angebot der kostenfreien Begleitung durch hauptamtliche Mobilitätslots*innen.
Ausgangspunkt dabei ist: Wer nicht alleine mit Bus und Bahn fahren möchte oder kann, dem helfen die Lots*innen beim Ein- und Aussteigen sowie gerne auch beim Fahrkartenkauf. Sie begleiten Fahrgäste auf Wunsch sogar von der Haustür bis zum Zielort und wieder zurück. Ein besonderes, kostenfreies Angebot, dass immer mehr von der Bevölkerung angenommen wird. Es unterstützt nachhaltig die Mobilität und Teilhabe von älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen verschiedenster Art.
Beim 6. Mobilitätstag hatte das Team von mobisaar deshalb wieder gerne die Gelegenheit genutzt, dieses tolle Angebot in unserer Gemeinde vorzustellen und es noch bekannter zu machen.
Wer Interesse am kostenlosen Begleitdienst hat, wendet sich bitte an folgende Tel.: 06898-500 400 0.
Weitere Informationen finden sich unter www.mobisaar.de
(mobisaar-Team)
Ein Angebot mit gewisser Ähnlichkeit im kommunalen Bereich präsentierte der Arbeitersamariterbund (ASB) mit dem Illka Bürger*innenmobil.
In diesem Jahr brachte der ehrenamtliche Fahrer Joachim Pinter das Fahrzeug, einen Van, zur Ansicht auf den Marktplatz. Mit am ASB-Stand waren auch die ehrenamtlichen Fahrer Gerhard Meiser, Thomas Klees und Rolf Klein sowie die Fahrerin Rosie Hussung. Gemeinschaftlich repräsentierten sie das Projekt Illka und waren sichtlich stolz über die neuen Illka-Flyer, die sie als Infomaterial für Interessierte mitgebracht hatten. Zusätzlich gab es auch noch Broschüren zum Mahlzeitenservice des ASB. Gerne ließen sich die Anwesenden ausführlich zu diesen Angeboten beraten.
Zum Hintergrund: Das Projekt stellt eine Kooperation zwischen dem ASB und der Gemeinde Illingen dar. Es ist räumlich begrenzt auf die Gemeinde Illingen mit ihren Ortsteilen und seit dem vergangenen Jahr auch auf die Gemeinde Merchweiler mit dessen Ortsteil Wemmetsweiler. Das sog. Illka-Bürger*innenmobil kann man sich als eine Art Bürgerbus vorstellen, der von Ehrenamtlichen gefahren wird, die sich entsprechend ausweisen. Es handelt sich um ein kostenloses Angebot. Illka fährt nur mit Bezug zum öffentlichen Raum d. h. zum Beispiel vom Wohnhaus zum Rathaus, Bürgerbüro, Apotheke, Arzt, Bahnhof u.a. Örtlichkeiten innerhalb der Gemeindegebiete Illingen sowie Merchweiler.
Fahrten von privat zu privat, also von der Arbeit nach Hause etc. können leider nicht angemeldet werden. Dafür ist der öffentliche Personennah-verkehr (ÖPNV) zuständig.
Mitfahren können alle Bürger*innen der Gemeinden Illingen und Merchweiler, die nicht mobil sind, also alle, die nicht (mehr) Auto fahren oder den ÖPNV problemlos erreichen/nutzen können. Sie müssen einfach nur die Hotline unter Tel.: 06825/953 915 7 anrufen. Dort erhalten Sie weitere Informationen zu den Nutzungsbedingungen.
Wichtig zu wissen: Ihre Fahrt müssen Sie spätestens am Vortag anmelden!
Noch ein kleiner Hinweis: Zurzeit werden für den Illka-Bus auf ehrenamtlicher Basis noch weitere Fahrerinnen und Fahrer gesucht. Falls Sie sich angesprochen fühlen und Zeit und Interesse haben sich ehren- amtlich für Ihre Mitbürger*innen zu engagieren, so nehmen Sie bitte direkten Kontakt mit dem ASB unter Tel.: 06825/46290 auf.
Dort freut man sich über Verstärkung!
(Illka)
Bereits zum 5. Mal mit dabei war Christoph Becker vom BSK Saarland (Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.) aus Schiffweiler in Begleitung seiner Ehefrau Birgit. Wie gewohnt hatten er und seine Begleitung wieder viele interessante und natürlich die neusten Informationen zu den Themen Barrierefreies Bauen, ABC Pflegeversicher-ung, barrierefreies Reisen, zum Schwerbehindertenrecht, zur Sozial-beratung des Vereins und vieles mehr im Gepäck. Herr Becker, selbst Rollstuhlfahrer, wusste aus eigener Betroffenheit die Besucher*innen anzusprechen, bestens zu informieren und zu beraten. So konnte er sich sehr gut in die Problemlage von Menschen mit Einschränkungen jeglicher Art hineinversetzen und sie auf vielfältige Weise beraten und unterstützen. Gerne wurde dieses freundliche Angebot angenommen.
Christoph Becker vom BSK Saarland steht gerne telefonisch als Ansprechpartner unter Tel. 06821/691203 zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bsk-saarland.de
(BSK)
Klasse war auch, dass der Ehrenamtliche Fabio Jochum vom DRK Hüttigweiler-Hirzweiler uns wieder das vereinseigene Personentransportfahrzeug als Anschauungs- und Demonstrationsobjekt zur Verfügung gestellt hat. Bereits seit den Anfängen des Mobilitätstages vor 6 Jahren ist er durchgehend mit Engagement dabei. Dies freute besonders auch Bürgermeister Hübgen, dem die Vereinsarbeit ein besonderes Anliegen ist und der das herausragende ehrenamtliche Engagement des DRK sehr zu schätzen weiß. So stand den Besucher*innen die Möglichkeit offen, sich das Fahrzeug genau anzusehen und beim DRK-Bus auf Wunsch auch das Ein- und Aussteigen zu üben. Mit diesem Bus können Menschen, die nicht mehr mobil sind zu den Veranstaltungen des Ortsverbandes abgeholt und auch sicher wieder nach Hause gebracht werden. Ein Service, der immer wieder gerne von den Betroffenen genutzt wird und für den sie sehr dankbar sind. Gerne und sehr praxisnah wurden von Fabio Jochum alle Fragen rund ums Thema Personentransport u.a. fachkompetent beantwortet. So nutzten auch unsere ehrenamtliche Senioren- und Behindertenbeauftragte Helma Wagner und Elke Schleppi vom Fachbereich IV der Gemeinde Illingen die Gelegenheit zum regen fachlichen und persönlichen Austausch.
Weitere Informationen zur Vereinsarbeit finden Sie unter:
www.drk-huettigweiler-hirzweiler.de
(DRK)
Ebenfalls seit den Anfängen mit dabei ist die ortsansässige Firma Orthopädietechnik Horst Meiser, die Filialen sowohl in Uchtelfangen als auch in Illingen unterhält. Mit Lisa Miersch in Begleitung von Antonia Groß, beide Orthopädietechnik-Mechanikerinnen, standen überaus kompetente Ansprechpartnerinnen Interessierten mit Rat und Tat zur Verfügung. Sie hatten am Mobilitätstag vor allem wieder die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Blickfeld. Mit im Gepäck hatten sie diesmal verschiedene Rollstühle für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der meist jugendlichen Nutzer*innen, sog. Geh(lern)hilfen, Therapie-Schwimmwindeln aus Neopren sowie Orthesenschuhe für Kinder und einiges mehr. Natürlich gab es auch Artikel für Erwachsene wie Stützstrümpfe (konnten auch käuflich erworben werden, wovon gerne Gebrauch gemacht wurde), Gehhilfen und anderes.
Orthopädietechnik Meiser steht Ihnen unter Tel. 06825-952 022 gerne zur Verfügung.
(Orthopädie Meiser)
Beim 6. Mobilitätstag waren aber diesmal auch zwei weitere großartige Projekte aus dem Saarland mit dabei. Zum einen das carsharing Projekt der Stiftung Rückhalt und des Vereins passgenau e.V. vertreten durch Lena Schwarz sowie das Projekt Kulturschlüssel Saar mit Ingrid Grenon. Das carsharing Projekt ist an Menschen mit Behinderung gerichtet um sie in ihrer Mobilität zu unterstützen. So kann eines der CarSharing Fahrzeuge kostenlos gemietet werden. Es gibt Fahrzeug-Standorte in Saarbrücken, Lebach und Neunkirchen. Die Fahrzeuge haben einen bzw. mehrere Rollstuhlplätze und können z.B. für Fahrten zu Veranstaltungen, für Freizeitangebote oder sogar Urlaubsfahrten kostenlos genutzt werden. Nur das Benzin muss selbst gezahlt werden. Ein einmaliges Angebot, das in keinem anderen Bundesland zu finden ist.
Informationen zum Angebot finden Sie unter:
Das Projekt Kulturschlüssel Saar macht Kultur möglich. Gemeinsam. Für jeden! Es handelt sich um ein Projekt von passgenau e.V. Saarbrücken. Im Saarland gibt es in Städten und Gemeinden jede Menge Kulturangebote. Doch für viele Menschen sind diese Angebote aus verschiedenen Gründen z.B. aufgrund einer Behinderung nicht nutzbar. Hier möchte das Projekt für Abhilfe sorgen. Der Kulturschlüssel vermittelt Menschen auf Wunsch eine Begleitung (Kulturbegleiter) zu kulturellen Angeboten, damit auch sie Kultur genießen können (Kulturgenießer) und bei Bedarf sogar eine Frei- oder eine ermäßigte Karte.
Informationen zu diesem Angebot finden Sie unter www.passgenau-ev.de oder unter Kulturschlüssel Saar (im Haus der reha gmbh), Dudweilerstr. 72, 66111 Saarbrücken.
Telefonische Sprechzeiten: Dienstag bis Donnerstag 10 – 14 Uhr unter 0681/844918-20, E-Mail: info@kulturschluessel-saar.de
(carsharing und Kulturschlüssel Saar)
Fazit: Ein sehr gelungener Aktionstag im Rahmen der 6. Europäischen Mobilitätswoche, der in bewährter Manier während des Wochenmarktes für Menschen mit Handicap, ältere Menschen und Interessierte eine breite Palette an Informationen, Beratung und praxisnahen Angeboten vorhielt. Alle Mitwirkenden fanden es besonders schön, „mittendrin“ im Marktgeschehen zu sein um damit „sichtbarer“ für Alle zu werden. Dies wertete die Veranstaltung zusätzlich auf. Alle waren sich einig diese Veranstaltung nach Möglichkeit auch im nächsten Jahr wieder anzubieten.
Unser besonderer Dank gilt ausnahmslos allen Akteur*innen und Standbetreiber*innen, dem Marktleiter Thomas Dittke, der unsere Teilnahme im Rahmen des Wochenmarktes durch sein großes Engagement möglich gemacht hat, den „regulären Standbetreiber*innen des Wochenmarktes“, die uns im wahrsten Sinne des Wortes „Platz für unsere Veranstaltung“ gemacht haben und einen Umzug auf eine andere Stellfläche mitgemacht haben, dem Team des Gemeindebauhofes unter Markus Meiser, das wieder für einen perfekten Auf- und Abbau der Veranstaltung sorgte sowie an Frank Schuppener fürs Fertigen der Fotos.
Ein besonderer Dank geht an unseren Bürgermeister Andreas Hübgen, der durch seine regelmäßige Teilnahme am Mobilitätstag zum Ausdruck bringt, dass ihm das Thema „Mobilität für Menschen mit Behinderung und Senior*innen“ ein wichtiges Anliegen ist.