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Amtsblatt VG Jockgrim
Ausgabe 9/2026
Verbandsgemeinde Jockgrim
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ÖPNV: Einsatz der S3 ab Karlsruhe Hbf um 5:07 Uhr auf dem Prüfstand

Bei dieser Frühbahn handelt es sich um die Schnellbahn S3 ab Karlsruhe Hbf um 5:07 Uhr, die zunächst Schichtarbeiter und Schichtarbeiterinnen aus Durlach und den südlichen Karlsruher Wohngebieten zu Daimler Truck mit Schichtbeginn um 5:45 Uhr nach Wörth bringen soll. Ab Wörth bedient sie nahezu alle Haltepunkte, z.B. auch Rheinzabern Rappengasse, bis Germersheim. Der Fahrplan ist günstig, um die Betriebe mit einem Schichtbeginn um 6:00 Uhr in der VG Jockgrim, Rülzheim und Bellheim zu erreichen.

Sie kommt als erste Bahn aus Karlsruhe in Jockgrim um 5:23, in Rheinzabern Alte Römerstraße um 5:25, an der Rappengasse um 5:27 und am Bahnhof um 5:28 Uhr an. Dort kann man auf den Bus 548 mit Abfahrt um 5:32 Uhr nach Hatzenbühl Im Gereut umsteigen. Es ist die früheste Verbindung umsteigefrei von z.B. Jockgrim nach Mannheim Hbf (an 6:45 Uhr).

Nachdem der Landkreis Germersheim eine Anschubfinanzierung für die Bahn (nur) für die Fahrplanjahre 2025 und 2026 geleistet hat, wollte der Zweckverband Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ZÖPNV) sie mangels Fahrgäste in 2027 nicht mehr weiter fahren lassen. Hierzu sollte man wissen, dass im März eines Jahres schon die Trassen für das Fahrplan-Folgejahr bestellt werden müssen.

Auf Anregung unseres Landtagsabgeordneten Florian Bellaire im Kreisausschuss am 2. Februar 2026 wurde die Kreisverwaltung gebeten, mit dem Auftraggeber für Bahnleistungen ZÖPNV Kontakt aufzunehmen, damit diese Frühbahn im Fahrplanjahr 2027 zu Lasten des Zweckverbands weiter betrieben wird. Ein Argument war auch die eingesparten Fahrtkosten aufgrund der Streckensperrung Wörth – Kandel – Landau in den Jahren 2026 und 2027.

Letztendlich erfolgte von ZÖPNV die Zusage den Testbetrieb um ein Jahr fortzuführen, d.h. die Finanzierung läuft noch für das ganze Jahr 2027, aber die Zählungen für einen dauerhaften Betrieb werden bereits Ende 2026 vorgenommen.

Von Seiten der Verbandsgemeindeverwaltung hoffen wir, dass mehr Bürger und Bürgerinnen, diese Frühbahn in Richtung Germersheim/Mannheim zukünftig nutzen. Je mehr Fahrgäste im Schienenverkehr gezählt werden, desto erfolgreicher verlaufen die Gespräche über Angebotserweiterungen, wobei auch beim ZÖPNV Regionalisierungsmittel des Bundes fehlen.

Ab August 2026 werden in Ludwigshafen wichtige Straßen im Zusammenhang mit dem Bau der „Helmut-Kohl-Allee“ als Zubringer zur nördlichen Rheinbrücke nach Mannheim für mehrere Jahre gesperrt. Auch dies könnte ein weiterer Grund zum Wechsel vom Auto auf die Bahn werden.