Grenzmuseum Schifflersgrund befürwortet neuen Gesetzesentwurf für das Grüne Band Hessen
Asbach-Sickenberg. Das Grenzmuseum Schifflersgrund begrüßt den vorliegenden Gesetzesentwurf für das „Grüne Band Hessen“, der jüngst im Hessischen Landtag von der Landesregierung eingebracht wurde. Die Einrichtung hatte die geplante Gesetzesänderung zuvor bereits im Rahmen der Verbändeanhörung ausdrücklich befürwortet.
„Der Entwurf korrigiert die geschichtspolitischen Mängel des bisherigen Gesetzes, stärkt die Akzeptanz der Landnutzer und Flächeneigentümer vor Ort und fördert die Erinnerungskultur an der ehemaligen innerdeutschen Grenze“, so der Historiker und Leiter des Grenzmuseums Dr. Christian Stöber, der aktuell außerdem Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Grenzmuseen ist, der mehr als 20 Einrichtungen in ganz Deutschland angehören. „Die Neufassung des Gesetzes ist ein Bekenntnis, dass Hessen weiterhin die geplante Nominierung des Grünes Bands als UNESCO-Welterbe unterstützt. Davon würden Erinnerungskultur, Naturschutz und Regionalentwicklung gleichermaßen profitieren, und damit vor allem ländliche Gebiete in der heutigen Mitte Deutschlands.“
Das Grenzmuseum Schifflersgrund an der Ländergrenze zwischen Hessen und Thüringen bei Bad Sooden-Allendorf befindet sich unmittelbar am Grünen Band. Hier ist einer der längsten Originalabschnitte des früheren „Eisernen Vorhangs“ in Deutschland und Europa erhalten. In der neugestalteten Dauerausstellung wird umfassend über die Geschichte der Teilung informiert, auch über das Leben an der hessischen Grenze zur DDR. Im Außengelände ist ein elf Kilometer langer Rundweg mit zehn Informationspulten vorhanden. Seit vielen Jahren arbeitet der Erinnerungs- und Lernort mit Akteuren aus dem Naturschutz zusammen, um die einzigarte Geschichte und Natur am Grünen Band zu vermitteln.