Mit der erfolgreichen Umsetzung des Kunst-am-Bau-Projekts im Bienwaldstadion Kandel konnte ein bedeutender Bestandteil der umfassenden Sanierungsmaßnahme abgeschlossen werden. Das neu angebrachte Kunstwerk ergänzt die modernisierte Sportstätte nicht nur gestalterisch, sondern unterstreicht zugleich die besondere Bedeutung des Stadions als zentraler Ort für Sport, Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt.
Dem Projekt ging ein Wettbewerb voraus, bei dem ausgewählte Künstlerinnen und Künstler Entwürfe einreichten. Ziel war es, eine künstlerische Lösung zu finden, die sowohl die Identität des Bienwaldstadions stärkt als auch eine Verbindung zwischen Sport, Raum und Wahrnehmung herstellt. Nach intensiver Beratung durch ein Preisgericht wurde ein Siegerentwurf ausgewählt.
Das nun realisierte Kunstwerk greift das Thema „Marathon" auf. Die Künstlerin Elke Pfaffmann aus Offenbach/Queich überzeugte das Preisgericht mit einer klaren und wirkungsvollen gestalterischen Idee.
Die künstlerische Gestaltung besteht aus mehreren farbintensiven Bildtableaus, die auf der Wand in der Loge installiert sind. Ergänzt werden diese durch figürliche Elemente in Form von Läuferdarstellungen, die in unterschiedlichen Bewegungsphasen gezeigt werden. Die Kombination aus Linienführung, Farbgestaltung und plastischen Figuren erzeugt eine eindrucksvolle Darstellung von Bewegung und Dynamik und macht den sportlichen Charakter des Stadions unmittelbar erlebbar.
Auch im Treppenhaus des Stadions können Besucher einen Teil der Kunst vorfinden: Das Kunstwerk zeigt in abstrahierter Form die Streckenführung des Marathons rund um Kandel und wird durch Läuferfiguren ergänzt.
Auch die Materialwahl trägt wesentlich zur Qualität des Kunstwerks bei. Zum Einsatz kommt hochwertiges Stahlemail, das sich durch die besondere Eigenschaft der Langlebigkeit auszeichnet.
Mit dem Abschluss dieses Projekts zeigt die Stadt Kandel, wie Kunst im öffentlichen Raum einen nachhaltigen Mehrwert schaffen kann. Das Kunstwerk im Bienwaldstadion verbindet auf gelungene Weise Architektur, Nutzung und künstlerischen Ausdruck.