Der diesjährige Landeswettbewerb von Jugend forscht Junior in Ingelheim wurde für die IGS Kandel zu einem historischen Ereignis:
Nach Erfolgen in den Sparten Biologie, Chemie und Arbeitswelt in vergangenen Jahren konnte die IGS Kandel nun erstmals auch im Fach Physik einen Landessieg erringen.
Julian Ellenberger (Klasse 6d) und Zoe Wingerter (Klasse 6a) hatten sich beim Regionalwettbewerb in Bad Kreuznach im Februar 2026 für den Landesentscheid qualifiziert, auf Landesebene überzeugten sie mit ihrer außergewöhnlichen Forschungsarbeit und wurden schließlich mit dem Landessieg in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Ausgangspunkt ihres Projekts war ein Experiment aus der Talentpool-AG der IGS Kandel:
Eine Tasse ist über eine Schnur mit zwei Unterlegscheiben verbunden. Wird die Schnur über eine Stange gelegt und die Unterlegscheiben losgelassen, wickelt sich die Schnur um die Stange – und die Tasse bleibt hängen, anstatt zu Boden zu fallen. Diese zunächst einfache Beobachtung führte zur großen Frage: Könnte der Versuch anstelle der Tasse auch mit einem Menschen funktionieren?
Mit viel Geduld und wissenschaftlicher Genauigkeit tasteten sich Zoe und Julian in vielen Versuchen an eine Lösung heran.
Ein besonders spannender Teil ihrer Arbeit war die Übertragung des Experiments auf größere Gewichte. Da ein sicherer Versuchsaufbau mit Menschen noch nicht garantiert werden konnte, entwickelten die beiden eine kreative Alternative: Sie arbeiteten mit einem Boxsack, dessen Gewicht dem eines Menschen inklusive Kleidung und Klettergeschirr entsprach.
So konnten sie ihre Hypothesen unter realitätsnahen Bedingungen an unserem Schulgebäude in 6 m Höhe testen und schließlich erfolgreich durchführen. Darüber hinaus gelang es ihnen, eine physikalische Erklärung für das beobachtete Phänomen zu formulieren – ein entscheidender Faktor für ihren Erfolg im Wettbewerb.
Die gesamte Schulgemeinschaft ist stolz auf diesen außergewöhnlichen Erfolg und gratuliert den beiden Nachwuchsforschenden herzlich zu ihrem verdienten Sieg!
Abschließend blicken die beiden schon wieder nach vorne: Mit Unterstützung der von ihnen kontaktierten „Sendung mit der Maus“ hoffen sie, das Experiment nicht nur mit einem Boxsack, sondern – selbstverständlich unter professioneller Sicherung – auch am eigenen Leib durchführen zu können.