Im Bereich der Guttenberg- und Madenburgstraße hat sich Tapinoma magnum mittlerweile etabliert. Die Ortsgemeinde bekämpft die Ameisen aktuell mehrmals pro Woche. Dies zeigt auch Wirkung. Dort wo die Tiere bekämpft werden, weichen sie aus. Die Bekämpfung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Um eine Ausbreitung dieser Art zu verringern, bitten wir alle Bürger, sich bei Verdacht schnell zu melden und aktiv an der Bekämpfung mitzuwirken. Überprüfen Sie also bitte regelmäßig ihre Gärten und Pflasterflächen!
Wie erkenne ich die Art?
Haben Sie auf Ihrem Grundstück oder im öffentlichen Raum Ameisen entdeckt die Ihnen ungewöhnlich erscheinen? Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick welche Merkmale und Verhaltensweisen die Art auszeichnet.
Bevorzugter Lebensraum
Tapinoma magnum bevorzugt warme, sonnige und trockene Bereiche, vor allem sandige Böden unter Pflastersteinen und Gehwegen. Sie meiden Grünflächen, Rasen und schattige Gebiete.
Aussehen
Tapinoma magnum ist komplett schwarz gefärbt, ohne bräunliche Färbung an einzelnen Körperteilen (wie bei anderen heimischen Arten) und erreichen Größen von 2-4 mm. Die Größe variiert zum Teil stark. Der Knoten zwischen Vorder- und Hinterleib ist bei Tapinoma flach und vom Hinterleib verdeckt, während er bei anderen Gattungen deutlich sichtbar ist.
Geruch
Wenn man eine Ameise reizt oder zerdrückt, verströmt sie einen intensiven Geruch (ranzig-buttrigen oder acetonisch), der nur schwer mit bekannten Gerüchen vergleichbar ist.
Ameisenstraße
Tapinoma magnum bildet breite, mehrspurige "Ameisen-Autobahnen", im Gegensatz zu einheimischen Arten, die meist einspurige Straßen bilden.
Der Verdachtsfall, was sollte ich tun?
Wenden Sie sich bei einem Verdachtsfall auf ihrem Grundstück oder im öffentlichen Raum an die Verbandsgemeinde Kandel. Nutzen Sie hierfür bitte die aufgeführten Kontaktdaten:
ordnungsamt@vg-kandel.de
07275 960 100
Sie haben außerdem die Möglichkeit Ameisen einzufangen und zur Bestimmung in der Verbandsgemeinde Kandel abzugeben (Gartenstraße 8 in Kandel). Bitte nutzen Sie hierfür ausschließlich die Gefäße die sie in der Verwaltung erhalten, nur so ist eine Bestimmung einfach möglich. Die Gefäße sollten mit Name, Adresse und Telefonnummer beschriftet sein.
Wie kann die Art bekämpft werden?
In der Öffentlichkeit (z.B. Gehwege und Straße):
Die Ortsgemeinde bringt großflächig Kieselgur (ein feines Pulver aus Schalen und Sedimenten, das sehr scharfkantig ist und den Panzer der Tiere zerschneidet) aus und gießt betroffene Flächen regelmäßig mit Nematoden (kleine Fadenwürmer, welche die Larven der Ameisen im Nest fressen).
In privaten Bereichen:
Vom Privat-Einsatz von Insektiziden wird abgeraten. Die Wirkung gegenüber Tapinoma ist überschaubar.
Heißwasser: Bei gut erreichbaren Nestern hilft der Einsatz von Heißwasser, die Kolonie einzudämmen und zu begrenzen
Hausmittel wie Natron und Essigwasser: Können auch in einem gewissen Umfang helfen die Tiere einzudämmen.
Selbst ausbringen von Nematoden: Diese können mittlerweile in vielen Online-Shops relativ preiswert erworben werden. Sie kommen per Post und müssen dann zeitnah mit Wasser vermischt auf die betroffenen Stellen gegossen werden. Ihre Wirkung entfaltet sich erst nach einer gewissen Zeit.
Kieselgur: Sie können spezielles Kieselgur beim Bauhof (Ausgabe jeden Montag zwischen 14 und 15 Uhr) kostenfrei abholen (Behälter mitbringen) und auf die betroffenen Stellen auftragen. Wichtig hierbei, bitte nur dort aufbringe, wo Tapinoma Magnum zweifelsfrei nachgewiesen ist, da das Kieselgur auch gegen heimische Ameisen sehr gut wirkt. Bei der Anwendung bitte einen Mundschutz und Handschuhe tragen, um Haut- und Atemwegsreizungen zu verhindern, Kieselgur ist sehr fein. Für Haustiere ist es grundsätzlich unbedenklich, jedoch sollte man Hunde oder Katzen nicht daran schnuppern lassen, das feien Material kann die Schnauzen reizen.