Frühstückspause in Johanniskreuz …
Besuch des Kalkbergwerks Wolfstein
Einfahrt in das Bergwerk mit der Grubenbahn
Informationen über die Entstehungsgeschichte unserer Erde im Urweltmuseum „Geoskop“
gute Stimmung beim Abschlussbild vor der Burg Lichtenberg
unser „Service-Team“, das teils während der Fahrt und beim Abendessen unterstützte: v. l.: Hagen, Patricia, Janet, Stefanie, Matthias, Tina, Michael, Susanne, Anita, Manfred, Jochen, Jürgen. Ganz vorne die sehr fleißige Maria mit Puppe.
Am Samstag, dem 26. September, fand der diesjährige Seniorenausflug der Ortsgemeinde statt. Eine stattliche Anzahl von 75 Seniorinnen und Senioren hatte sich angemeldet und (fast) alle morgens pünktlich um 08:00 Uhr zur Abfahrt am Kerweplatz eingefunden. Wie immer als „Fahrt ins Blaue“ angekündigt, verließen wir mit zwei Bussen Steinweiler – dieses Mal „Richtung Westen“.
Johanniskreuz – FCK-Fans als Zwischenstopp bestens von der Fahrt ins Fritz-Walter-Stadion bekannt – sollte das erste Ziel unserer Reise sein. Dort angekommen stärkten wir uns in der Morgensonne mit einem „zweiten Frühstück“.
Wolfstein war das nächste Ziel, das wir ansteuerten. Dort besuchten wir das Kalkbergwerk und erlebten eine einzigartige Zeitreise unter Tage mit der Grubenbahn. Über viele Jahrzehnte hinweg wurde dort von einer Familie Kalk abgebaut. In der Landwirtschaft, aber auch in der Bauwirtschaft wurde der Kalk verwendet. Als Ende der 60er Jahre der Betrieb des Bergwerks unwirtschaftlich wurde, musste der Betrieb eingestellt werden. Der Betreiber des Bergwerks, Otto Kappel, hatte bereits vor der Schließung die Vision, ein Besucherbergwerk einzurichten und stellte bereits frühzeitig dafür die Weichen.
Die Arbeit unter Tage war eine körperlich herausfordernde und nicht ungefährliche Arbeit – die Sprengungen mit Dynamit vorzubereiten und durchzuführen, den Kalk hauen, diesen mittels einer Lore mit 1.000 Kilogramm aus dem Bergwerk schieben, den Kalk in einem „Kalkofen“ weiterzuverarbeiten. Im Kalkofen wurde der Kalk in mehreren Schichten mit der Hand eingefüllt, ergänzt mit Holzkohle, und anschließend angezündet. Über fünf Tage hinweg musste das Feuer entfacht bleiben, damit in einem weiteren Arbeitsgang die Kalkstücke brüchig und zu einer Art Pulver zerrieben werden konnten. Der Kalk wurde dann in Säcken mit 40 kg abgefüllt, verladen und abtransportiert.
Im Bergwerk herrschen ganzjährig angenehm konstante 13 Grad Celsius bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Ganz so barrierefrei wie angekündigt war die Einfahrt und der Aufenthalt unter Tage dann doch nicht – es war jedoch ein tolles Erlebnis und die Seniorinnen und Senioren zeigten sich von dem Arbeiten unter Tage sehr beeindruckt.
Nach einem über zweistündigen Aufenthalt fuhren wir weiter: die Burg Lichtenberg bei Kusel sollte das dritte Ziel des Tages sein. Auf der sehr gut erhaltenen Burganlage begaben wir uns in das Burgrestaurant und nahmen dort unser Mittagessen ein. Anschließend besuchten wir das in der Burg angesiedelte Urweltmuseum Geoskop und erhielten Einblicke in die Entwicklung unserer Erde. Einige der Seniorinnen und Senioren besuchten auch das Musikantenland-Museum. Das Westpfälzer Wandermusikantentum war ein Wandergewerbe, das sich etwa ab 1830 in einem Teilgebiet der Westpfalz, das heute Musikantenland genannt wird, entwickelte. Die Blütezeit lag zwischen 1850 und dem Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit zogen mehrere tausend Musikanten durch die gesamte Welt und verdienten den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien. Die Westpfalz gehörte von jeher zu den landwirtschaftlich benachteiligten Regionen, Verkehrsanbindungen zu den Industriezentren waren im beginnenden 19. Jahrhundert nicht vorhanden, Missernten lösten regelmäßig Hungersnöte aus. Negativ für die Region wirkte sich auch der Rückgang des Bergbaus an Königsberg und Potzberg aus. Ausweg aus dieser Not war für viele Familien, entweder auszuwandern oder sich als Wanderarbeiter in den besser gestellten Regionen Europas zu verdingen. (Quelle: Wikipedia).
Nach diesen vielen Eindrücken war es Zeit für die Rückfahrt – vor der Abfahrt wurde jedoch nochmals eine kleine Stärkung eingenommen. Staufrei und „pünktlich wie nie“ trafen wir um 19:00 Uhr wieder in Steinweiler ein und wurden im Bürgerhaus bereits von unserem „Serviceteam“ erwartet, das mit vielen fleißigen Händen das gemeinsame Abendessen vorbereitet und angerichtet hatte. Zum Abendessen gesellten sich noch weitere Seniorinnen und Senioren hinzu, die tagsüber nicht dabei sein konnten. Nach dem leckeren Essen zeigte der Ortsbürgermeister noch einige Bilder vom letztjährigen Seniorenausflug – erstmals auf der neu installierten LED-Wand.
Abschließend bedankte sich der Ortsbürgermeister beim Serviceteam und wünschte den Seniorinnen und Senioren einen sicheren Nachhauseweg.