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Felsberger Nachrichten
Ausgabe 15/2026
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Freude über einen Ginkgo-Baum: Weil die Wurzeln des vor 20 Jahren gegründeten Hospizdienstes Felsberg und Melsungen waren, so Koordinatorin Petra Hochschorner, wurden Bäume gespendet: Eine Elsbeere in Melsungen und ein Gingko in Gensungen. Unser Bild zeigt die Teilnehmer der Pflanzaktion an der Karthäuser Straße in Gensungen. Foto: Manfred Schaake

Gingko berührt Herz und Seele

Hospizdienst spendet Bäume für Melsungen und Felsberg

Gensungen/Felsberg – Als Zeichen des Dankes hat der Hospizdienst Melsunger Land der Stadt Felsberg einen Ginkgo-Baum gespendet. Er wurde an der Karthäuser Straße in Gensungen zwischen zwei bereits stehende Ginkgos gepflanzt. Mit einem herzlichen Dank für die Arbeit des Hospizdienstes verband Bürgermeister Dr. Björn Faupel den Wunsch, "dass er weiter wächst". Am Kesselberg in Melsungen wurde eine Elsbeere gepflanzt.

Hintergrund der Baumspenden: am 3. Juli 2006 wurde der Verein als Hospizgruppe Felsberg/Melsungen von 27 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. "Seitdem hat sich der Verein stetig weiterentwickelt", sagte Petra Hochschorner, die Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes. Er bietet Begleitung für Schwerkranke und Sterbende an. Dabei werden Menschen in ihren letzten Tagen, Monaten oder Jahren und deren Zugehörige begleitet und individuell unterstützt - zu Hause, im Krankenhaus oder in der Pflegeeinrichtung. 60 geschulte, ehrenamtliche Hospizbegleiter und Begleiterinnen besuchen Menschen in Melsungen, Felsberg, Guxhagen, Körle, Spangenberg, Morschen, Malsfeld, Homberg und den dazugehörigen Stadt- und Ortsteilen.

Petra Hochschorner hatte die Idee aus Witzenhausen mitgebracht, als sie 2003 nach Gensungen zog. "Hier in der Region gab es noch keine organisierte Hospizarbeit", erläutert Petra Hochschorner, die im Hospizverein Witzenhausen als Vorstandsmitglied und als Leiterin der Hospizbegleiterkurse gearbeitet hatte. 2021 erhielt der Verein den neuen Namen Hospizdienst Melsunger Land. Hauptamtliche Koordinatorinnen sind Petra Hochschorner, Bärbel Hamenstädt und Regina Blackert, hinzu kommen 70 ehrenamtliche Hospizbegleiter und Begleiterinnen.

Zu den 20 verschiedenen Aktionen im 20. Jahr des Bestehens gehört auch das Pflanzen von Bäumen mit Erinnerungsplaketten. Am Kesselberg in Melsungen wurde bereits eine Elsbeere gepflanzt. Jetzt kam der Ginkgo in Gensungen hinzu. Es ist eine in China heimische, heute weltweit angepflanzte Baumart, die auch als "Mahnmal für Umweltschutz und Frieden" gilt. "Dieser Baum berührt Herz und Seele", hieß es bei der vom städtischen Bauhof unterstützten Baumpflanzaktion in Gensungen.

Aus einem zarten Pflänzchen sei ein lebendiger, stetig wachsender Verein geworden, würdigte Ortsvorsteherin Heidi Folwerk das Engagement des Hospizdienstes. Dessen Unterstützer schaffen, so Folwerk, "ein mitmenschliches, solidarisches Miteinander am Lebensende". Das sei sehr wertvoll, und dafür spreche sie großen Respekt aus. Möge der Gingko-Baum ein sichtbares Zeichen für die vorbildliche Arbeit des Hospizdienstes sein, wünschte Folwerk. Das Ginkgoblatt berühre Herz und Seele, und der Ginkgo sei eine so genannte Brückenpflanze. "Diese Bedeutung der Brücke empfinde ich heute hier als sehr passende Symbolik", sagte Folwerk in unmittelbarer Nähe der Ederbrücke. Am Gensunger Ortseingang werde der Baum die Menschen mit seiner wunderschönen gelben Herbstfärbung begrüßen, und das Blatt symbolisiere Liebe, Freundschaft und Verbundenheit.

Manfred Schaake