Eröffnung mit dem „Drei-Burgen-Lied“ durch den Chor der Jahrgangsstufe 5, mit Schulleiter Albrecht Heidelbach
Zahlreiche Gäste aus Politik, Schule und Unterstützern nahmen an der Eröffnung teil
Johannes Heinzeroth, in der DBS zuständig für das Projekt Umweltschule und besonders die Streuobstwiese
Schüler der DBS Aaron Laabs begeistert mit seinem musikalischen Beitrag mit der Geige
Die beiden Schülerinnen Diana Dossmann und Milana Pfeiffer aus der Klasse G8b berichten vom Projekt Streuobstwiese
Für den hessischen Landwirtschaftsminister Dietmar Jung (ganz links) gab es nicht nur ein Paket mit nordhessischen Produkten, sondern vom stellvertretenden Schulleiter Ralf Horstmann auch ein paar Gummistiefel für schlechtes Wetter. Mitten Schulleiter Albrecht Heidelbach
Für den Vorsitzenden der Vereinsgemeinschaft Felsberg, Klaus Döll, hatte der Minister einen Förderbescheid über 500 Euro dabei
Ganz offiziell fällt die Eröffnung der Streuobstwiese durch Landwirtschaftsminister Dietmar Jung aus, der ein symbolisches Band durchschneidet
In einer Feierstunde in der Aula der Drei-Burgen-Schule (DBS) in Felsberg wurde die von den Schülern angelegte Streuobstwiese von Schulleiter Albrecht Heidelbach eröffnet. Die Wiese mit insgesamt 18 Obstbäumen wurde von den Schülern erst aufgeräumt und dann die Bäume, alles heimische Obstsorten, gepflanzt. Zur Verfügung gestellt wurde die Wiese von den Besitzern des Grundstücks, der Familie Glöckner, die auch an der Feier teilnahm.
Die Eröffnung wurde in Anwesenheit des hessischen Ministers für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (kurz Landwirtschaftsminister) im Beisein der beiden Landtagsabgeordneten Dominik Leyh (CDU) und Christoph Sippel (Grüne) sowie zahlreichen Vertretern aus Politik, Schulkollegium, den Schülern der Klasse G8b und ihren Eltern sowie Vertretern der befreundeten Schulen, Kindergärten und von der Jugendwerkstatt durchgeführt. Von den Sponsoren wurde besonders Roman Junge von der Sparda-Bank und als Mitinitiator Klaus Döll, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft Felsberg, begrüßt. Die Bank hat das Projekt mit 10.000 Euro aus dem Gewinnsparen gefördert. Der Chor der Jahrgangsstufe 5 eröffnete die Veranstaltung mit dem „Drei-Burgen-Lied“, was zu großem Beifall aus dem Publikum führte. Diese Veranstaltung, bei der es bei einem Imbiss viele regionale Köstlichkeiten wie Ahle Wurscht, die Wolfgang Wiegand (Harle) gespendet hatte, Wein vom Böddiger Berg und vom Winzer Klaus Minkel aus Dissen sowie Produkte aus heimischen Äpfeln wie Schaumwein, Saft und Schorle und selbst gebackene Kuchen gab, passte genau zur Förderkampagne der Landesregierung „Hessen schmeckt“.
Schüler Aaron Laabs erfreute die vielen Gäste in der Aula mit zwei Stücken auf der Geige. Dafür erhielt er sehr viel Applaus.
Johannes Heinzeroth, in der Umweltschule für das Objekt Streuobstwiese zuständig, stellte das Projekt der DBS vor. Hier wird Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Natur nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Praxis vermittelt. Er lobte besonders das Engagement der Schüler, die so auch lernen, wie ein gesundes Ökosystem entsteht. Die Schüler werden sehen, wie sich ihr Projekt entwickelt und aus kleinen Stämmchen schließlich große, ertragreiche Bäume werden.
Die Fachfrau für Streuobstwiesen, Carola Drüsedau vom Kompetenzzentrum für Streuobstwiesen Borken, hob die ökologische Vielfalt der Streuobstwiesen hervor. Hier entstehen Flächen, die als Rettungsinseln für viele Pflanzen und Tiere dienen. Daher gehören die Streuobstwiesen auch zu den immateriellen Kulturerben und werden besonders gefördert. Der Erhalt alter, heimischer Sorten wird gepflegt. Die Wiesen sind eine Investition in die Zukunft und solche Projekte verdienen eine große Unterstützung.
Die beiden G8b-Schülerinnen Diana Dossmann und Milana Pfeiffer sagten, dass ihnen und ihren Mitschülerinnen nicht bewusst gewesen sei, wie viel Arbeit in dem Aufbau und der Pflege einer Streuobstwiese steckt. Manche Arbeiten seien ihnen schwergefallen, andere seien leichter von der Hand gegangen. Aber es habe ihnen sehr viel Spaß gemacht, statt in den Klassenräumen herumzusitzen, in der Natur zu arbeiten und etwas Sinnvolles zu tun. Der Erfolg zeige, dass ihre Mühen sich gelohnt hätten. Aber ohne Unterstützung sei es nicht machbar gewesen.
Landwirtschaftsminister Dietmar Jung bestätigte, dass die Kulturlandschaft gerade von Streuobstwiesen lebt. Echt regional und klimaschonend werden hier Produkte erzeugt. Wichtig ist, dass der gesamte Weg, von der Produktion bzw. der Ernte bis zum Endverbraucher, regional ist und keine weiten Transportwege zwischengeschaltet sind. Die Einweihung der Streuobstwiese passe genau in die Kampagne der Landesregierung zur Streuobstwiesenförderung. Vereine und Gruppierungen können bei dem Erhalt, der Wiederbeschaffung alter Obstsorten und auch Schnittkursen eine Förderung beantragen.
Für den Vorsitzenden der Felsberger Vereinsgemeinschaft Klaus Döll, der sich selbst als „Projektmanager Streuobstwiese in Felsberg“ bezeichnet, gab es vom Minister noch eine Überraschung. Jung überreichte Döll einen Förderbescheid über 500 Euro für die Arbeit der Vereinsgemeinschaft Felsberg.
Beim Besuch auf der Wiese, mit den schon sehr gut angewachsenen Bäumen, die im Frühjahr von Schülern und Helfern aus der Jugendwerkstatt Felsberg gepflanzt worden waren, durchschnitt der Landwirtschaftsminister ein symbolisches Band und verdeutlichte damit, dass die Streuobstwiese jetzt offiziell eröffnet ist.