An der Nordseite unseres historischen Hochzeitshauses eröffnet sich ein ungewöhnliches Steinfenster. Der Steinmetzmeister und Bildhauer Uwe Bächt arbeitet zurzeit an diesem doppelbogigen Fenster, einem sogenannten Biforium. Biforien finden sich vor allem in romanischer und gotischer Architektur und sind typischerweise durch eine Mittelsäule in zwei gleiche Bogenfenster geteilt. Der linke, bislang fehlende Biforienbogen sowie Teile des unteren Fensterbereichs wurden nun denkmalgerecht ergänzt. In Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt sind dabei die verschiedenen Zeitschichten und zahlreichen Nutzungsspuren sichtbar belassen – darunter Rußspuren im oberen Bereich des Biforienbogens sowie ein Ausguss unterhalb der Sohlbank (der untere, meist schräge Abschluss der Fensterlaibung).
Besuchen Sie den Museumshof und schauen Sie sich die Details vor Ort an. Außerdem lohnt sich die neue Sonderausstellung „Hommage to Photography – 200 Jahre Fotografie“. Jeden Donnerstag um 15:00 Uhr bietet Stefanie Mnich eine Führung an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kosten: nur Museumseintritt 4,00 €.