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Wochenspiegel Dom- und Kaiserstadt Fritzlar
Ausgabe 19/2020
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Aktion „1000 leere Stühle“ auf dem Marktplatz

Toller Auftritt von Sängerin Betty Bier

Zum Abschied ein „letztes Trinkgeld“

Armin Ochs u. Astrid Krammer während ihrer „Trauerreden“

Vorbei an leeren Stuhlreihen: Der Trauerzug der Gastronomen

Fritzlarer Gastronomie macht auf kritische Lage aufmerksam

(mb) Auch wenn es am vergangenen Sonntagnachmittag definitiv keine 1000 leere Stühle waren, hat die nun auch von der Fritzlarer Gastronomie unterstützte bundesweite Aktion ihre Wirkung nicht verfehlt. Denn deren Lage ist sehr ernst, gelten doch immer noch die seit Mitte März verhängten Öffnungsverbote von Bundes- und Landesregierung. Und derzeit ist nicht absehbar, wie lange dieser Zustand noch anhalten wird. Gerade der letztgenannte Punkt sorge für zunehmende Nervosität, erklärte Armin Ochs, einer der Initiatoren des Fritzlarer Veranstaltung, in seiner „Trauerrede“. Denn einerseits sehne man natürlich das baldige Ende des Öffnungsverbotes herbei, fürchte aber gleichzeitig auch die damit zu erwartenden Auflagen, welche alle Betriebe vor neue - logistische wie auch finanzielle - Herausforderungen und Probleme stellen werde. Von daher erwarten die Gastronomen nun möglichst schnell Klarheit in Form eines Fahrplans, der vollumfänglich den zeitlichen Ablauf und die damit einhergehenden Bedingungen für die Wiedereröffnung der Gastronomiebetriebe beschreibt. Dafür gab es viel Beifall - sowohl von den Berufskollegen, wie auch den anwesenden Passanten. Mit einer Schweigeminute und einem symbolischen „letzten Trinkgeld“ endete eine außergewöhnliche Veranstaltung, zu deren Gelingen auch Sängerin Betty Bier mit ihren eindrucksvoll vorgetragenen Liedbeiträgen beitrug.

Fotos: Michael Brückmann©