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Wochenspiegel Dom- und Kaiserstadt Fritzlar
Ausgabe 23/2026
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Allgemein

Stadt verbindet Sportlerehrung mit Ehrentag – zahlreiche Auszeichnungen in der Stadthalle

Besondere sportliche Leistungen und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement standen am Samstag in der Fritzlarer Stadthalle im Mittelpunkt einer Feierstunde, die in dieser Form erstmals stattfand. Die Stadt Fritzlar verband ihre traditionelle Sportlerehrung erstmals mit dem Ehrentag und verlieh dabei den neuen Ehrenpreis „Fritzlarer Herz“.

Insgesamt wurden 53 erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen geehrt. Bürgermeister Hartmut Spogat betonte zu Beginn der Veranstaltung die enge Verbindung zwischen Sport und Ehrenamt:

„Gerade weil auch der Amateursport immer ganz eng mit dem Ehrenamt verbunden ist, passt die Sportlerehrung sehr gut in diese Veranstaltung.“

Seit vielen Jahren gehört die Ehrung der Fritzlarer Sportlerinnen und Sportler zu den festen Veranstaltungen der Stadt. In diesem Jahr erhielt die Feier jedoch einen erweiterten Rahmen: Mit dem erstmals verliehenen Ehrenpreis „Fritzlarer Herz“ wurden Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise und oft über viele Jahre hinweg ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen.

Dabei wurde deutlich, wie unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für das gesellschaftliche Leben in Fritzlar ist, ob in Vereinen, im sozialen Bereich, in der Kultur, im Rettungswesen, in den Kirchengemeinden oder im Sport. Bürgermeister Spogat würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen mit persönlichen Worten:

„Ehrenamtliche Tätigkeit findet fast nie im Licht der Öffentlichkeit statt. Heute wollen wir aber nicht nur darüber reden, sondern Ihr wertvolles Engagement durch die Verleihung des ‚Fritzlarer Herz‘ sichtbar machen.“

Auch die Fritzlarer Schulen trugen wesentlich zur besonderen Atmosphäre der Veranstaltung bei. Schülerinnen und Schüler der König-Heinrich-Schule sowie der Ursulinenschule präsentierten im Rahmenprogramm ihre Projekte „Grund-, Menschen- und Kinderrechte“ sowie „sozialgenial“ und zeigten eindrucksvoll, wie gesellschaftliche Verantwortung bereits in jungen Jahren gelebt wird. Die Mittelstufenschule Fritzlar beteiligte sich ebenfalls mit viel Engagement: Im Kunstunterricht gestalteten Schülerinnen und Schüler persönliche Dankeskarten für die Geehrten, während in der Ganztagsbetreuung Schlüsselanhänger mit dem Schriftzug „Ehrensache“ gefertigt wurden, die als kleine Geschenke auf den Sitzplätzen auslagen. Die Beiträge aller drei Schulen verliehen der Veranstaltung eine besonders persönliche und wertschätzende Atmosphäre.

Für einen besonderen Moment sorgte zum Abschluss Preisträger Jürgen Bubenhagen. Mit seinen Worten sprach er vielen Anwesenden aus dem Herzen:

„Mich hat dieser Tag sehr berührt und gleichzeitig auch Kraft und Motivation gegeben, um mit Freude weiterzumachen. Ehrenamt kann man nicht erlernen, man muss es erleben.“

Die gelungene Verbindung von Sportlerehrung und Ehrentag machte deutlich, wie eng sportlicher Erfolg und freiwilliges Engagement in Fritzlar miteinander verbunden sind. Die Veranstaltung setzte damit nicht nur ein Zeichen der Anerkennung, sondern auch ein sichtbares Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt.

Mit dem „Fritzlarer Herz“ wurden ausgezeichnet:

Kategorie Soziales und gesellschaftlicher Zusammenhalt:

Anneliese Schmidt (St. Elisabeth Seniorenstift),

Bärbel Balli-Mander (Hospizdienst Fritzlar),

Klaus Wissemann (Ortsbeirat Haddamar)

Kategorie Kultur, Bildung und Brauchtum:

Werner Mickel, Erwin Naumann, Günter Stieglitz, Gerd Fischer und Bernd Hempeler (Förderverein Altes Gehöft Geismar),

Peter Kleinert, Bernhard Weigel, Peter Konrad, Jürgen Bubenhagen, Thomas Siebert, Andreas Freidhof und Michael Martin (Musikverein Ungedanken e.V.),

Wolfgang Josef (Förderverein St. Brigida Kapelle Ungedanken)

Kategorie Bevölkerungsschutz und Rettungswesen:

Franziska Hennig (DLRG Ortsverband Fritzlar e.V.)

Kategorie Sport und Bewegung:

Heinz Huth (SV Germania Fritzlar),

Dieter Loch und Rita Sölzer-Dlugos (Ländlicher Reit- und Fahrverein Fritzlar e.V.)

Kategorie Kirche und religiöses Leben:

Marlene Schröder (Kirchenvorstand Wehren, Fritzlarer Tafel, Landfrauen)