Ein bewegender Museumsbesuch
23 Schülerinnen und Schüler der Ursulinenschule nahmen an einer Führung mit Stefanie Mnich zum Thema „Jüdisches Leben in Fritzlar“ teil. Dabei erhielten sie spannende Einblicke in die Geschichte und den Alltag jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region.
Ein besonderes Highlight war die Vorstellung der neuen VR-Brille, mit der die 1938 zerstörte Fritzlarer Synagoge virtuell erkundet werden kann.
Tief bewegt zeigte sich die Gruppe beim Anhören eines Interviews mit Bertel Borowsky, geborene Kugelmann (1924–2020), einer ehemaligen jüdischen Mitbürgerin aus Fritzlar. Als Überlebende von zwei Konzentrationslagern schilderte sie ihre Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus. Im anschließenden Gespräch setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lebensgeschichte auseinander und sprachen über die Bedeutung von Erinnerung und Gedenken.
Die Führung vermittelte nicht nur historisches Wissen, sondern machte auch deutlich, wie wichtig Toleranz, Respekt und das Bewahren der Erinnerung für das gesellschaftliche Miteinander sind.