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Knüllwaldbote
Ausgabe 13/2019
Vereine und Verbände
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VdK Hessen-Thüringen

Gruppenfoto von links: Roswitha Schröder (stv. Frauenvertreterin), Cornelia Volkmann (Beraterin für Sozialrecht), Doris Voss (Leiterin Kreisgeschäftsstelle), Jadwiga Gössel (Frauenvertreterin Jesberg), Gabriela Hofmann (Kreisfrauenvertreterin) und Roswitha Herzog (Frauenvertreterin)

Kreisverband Fritzlar-Homberg

VdK-Frauen demonstrierten gegen ungleiche Bezahlung

Am 18. März 2019 fand der Equal Pay Day statt. An dem internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit waren VdK-Frauen aus mehr als 40 Kreisverbänden in Hessen und Thüringen mit unterschiedlichen Aktionen an die Öffentlichkeit gegangen.

So setzte sich auch am 16. März in Fritzlar die Frauenvertreterin des VdK-Kreisverbandes Fritzlar-Homberg, Gabriela Hofmann und ihr Team in der Fußgängerzone mit einem Informationsstand für die Lohnlücken und die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern ein.

Luftballons, rote Karten und rote Rucksackbeutel, die als Symbol für die roten Zahlen im Geldbeutel der schlechter bezahlten Frauen stehen, bildeten dabei den zentralen Blickfang. Sie wurden kostenlos in Gesprächen von den VdK-Frauen des Kreisverbandes als Hinweis auf mehr Lohnungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern an die vielen Passanten verteilt.

Das Motto des diesjährigen Equal Pay Days lautete „WERTSACHE Arbeit“. Im Zentrum dieser Aktion stand dabei die Aufklärung über den Wert und die Bewertung von weiblicher und männlicher Erwerbstätigkeit. Lohngerechtigkeit ist nur dann möglich, wenn bei der Bewertung der Arbeit die gleichen Maßstäbe für beide Geschlechter angelegt werden.

„Dass Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger verdienen als Männer, ist vom VdK durch nichts zu rechtfertigen und nicht länger hinnehmbar.“ Um Lohnungleichheit zu beseitigen, fordert der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen seit Jahren eine gesetzliche Regelung, die die Diskriminierung bei der Bezahlung stoppt. In dem bestehenden „Gesetz zur Förderung der Transparenz von Erwerbsstrukturen“, oder „Gesetz für Lohngerechtigkeit“, sieht der VdK einen ersten Schritt zu mehr Transparenz im Arbeitsleben, aber auch zu weiterem Handlungsbedarf:

  • Es muss einen Anspruch auf Gehaltsanpassung geben.

  • Die Ansprüche müssen unabhängig von der Betriebsgröße gelten.

  • Betriebe müssen zur Überprüfung der Gehaltsstrukturen nicht nur aufgefordert, sondern verpflichtet werden.

  • Tarifgebunde Arbeitsverträge.

  • Die Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns und Anhebung der Lohnuntergrenze auf mindestens 12 Euro pro Stunde.

  • Die Anwendung des Rechtsanspruches auf Rückkehr aus einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung auch auf die Kleinbetriebe, die weniger als 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.

  • Die soziale Absicherung aller Beschäftigungsverhältnisse und eine entsprechende Anpassung der Regelung zu Minijobs.

  • Die Weitereinführung der sogenannten Rente nach Mindesteinkommen, um bei langjährig Versicherten die Zeiten von Niedriglohnbeschäftigung rentenrechtlich aufzuwerten.

(Friedrich Rausch, KV-Pressebeauftragter)