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Amtsblatt VG Landau-Land
Ausgabe 29/2026
Aus den Institutionen, Schulen, Behörden in Landau-Land
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NABU

Tipps zur Insektenbeobachtung im Juli

Immer mehr Gezirpe, immer mehr Geflatter

Die bunte Vielfalt der Sechsbeiner lässt sich fast das ganze Jahr über erleben. Ganz besonders auffällig aber ist das bunte, breite Artenspektrum im Sommer. Entdecken Sie die Highlights im Juli.

Linden sind in Deutschland die häufigsten Straßen- und Alleebäume. Es ist Blütezeit, unzählige Insekten schwirren in den Baumkronen, darunter Bienen und Hummeln. Wenn die Sommerlinden ihre Blüten öffnen, fängt laut phänologischem Kalender offiziell der Hochsommer an. Am Oberrhein ist das meist bereits unmittelbar nach Ende der ersten Insektensommer-Etappe Mitte Juni der Fall. Bis zum Monatsende blühte es auch in den Mittelgebirgslagen sowie an der Küste, rund zwei Wochen nach der Sommerlinde setzt dann die Blüte der Winterlinden ein.

Ideal für die Insektenbeobachtung sind Linden allerdings nicht. Vom geschäftigen Leben oben in den Baumkronen hört man viel und sieht wenig. Wo also sonst schauen? Wer einen Garten hat, muss da nicht lange überlegen. Mit etwas Kenntnis und Umsicht lässt sich auch ein kleiner Garten so insektenfreundlich gestalten, dass er mit vielen natürlichen Lebensräumen mithalten kann.

Insektenbesuch im Garten

Im Garten beginnt jetzt die hohe Zeit der Sommerstauden. Und soweit es sich um ungefüllte Blüten handelt, ist Insektenbesuch garantiert. Das können Rittersporne sein, Kandelaber-Ehrenpreis oder Boretsch aus dem Nutzkräuterbeet. Spannend sind Lippenblütler wie Ziest, Betonie und Knollen-Platterbse. Besonders beliebt sind Ziest und Betonien bei Wollbienen, die hier nicht nur Nahrung finden, sondern in Form von abgeschabten Pflanzenhaaren auch Baumaterial. Knollen-Platterbsen wiederum ziehen Hummeln und Holzbienen magisch an, auch Glockenblumen sind bei ihnen beliebt.

Wer die spektakulären Taubenschwänzchen anlocken möchte, sollte auf Flammenblumen (Phlox), Fuchsien oder Sommerflieder setzen.Korbblütler wie die Artischocke werden von Taubenschwänzchen ebenfalls gerne angeflogen. Damit wären wir bei einer Pflanzengruppe, die jetzt „draußen“ an Wegrändern, auf Brachen und Magerrasen ihre große Zeit hat. Dazu gehören Disteln und Kratzdisteln aller Art, Flockenblumen und Rainfarn. Hinzu kommen Doldenblütler wie Wilde Möhre, Wiesen-Bärenklau und Pastinak.