Der Verwaltungsneubau wurde am 10. Juli 1987 feierlich eingeweiht. Entworfen wurde er vom Architekturbüro Felix-Hennel-Grimke und Partner aus Karlsruhe. Die besondere Herausforderung bestand damals darin, ein modernes Verwaltungsgebäude zu schaffen, das sich harmonisch in die historische Bebauung der Straße „An 44“ und die denkmalgeschützte Umgebung einfügt.
Dies gelang eindrucksvoll: Mit seiner Backsteinfassade, den Sandsteinelementen, dem schiefergedeckten Mansarddach und den markanten, aufwendig verglasten Dachgauben entstand ein Gebäude, das moderne Verwaltungsarchitektur mit den traditionellen Gestaltungselementen des historischen Stadtbildes verbindet. Bis heute prägt es das Erscheinungsbild der Verbandsgemeindeverwaltung.
Doch fast vier Jahrzehnte hinterlassen ihre Spuren - insbesondere an den konstruktiv anspruchsvollen Details. Die Anschlüsse der Dachgauben und der Dacheindeckung waren nicht mehr dicht. Über Jahre konnte Niederschlagswasser in die Konstruktion eindringen und Schäden an Holzbauteilen verursachen, die erst nach Öffnung des Daches in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar wurden. Gleichzeitig entsprach das Gebäude energetisch nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Aus diesen Gründen beschloss der Verbandsgemeinderat bereits im Jahr 2020 eine umfassende Sanierung in mehreren Bauabschnitten. Ziel war und ist es, das architektonisch wertvolle Gebäude dauerhaft zu erhalten, seine Energieeffizienz deutlich zu verbessern und zukunftsfähig zu machen.
Der mittlerweile nahezu abgeschlossene zweite Bauabschnitt umfasste insbesondere die Erneuerung der Fensterfronten, die vollständige Sanierung des schiefergedeckten Mansarddaches einschließlich einer zeitgemäßen Wärmedämmung, die Instandsetzung der Dachgauben sowie zahlreiche weitere energetische Maßnahmen. Wie bei vielen Sanierungen älterer Gebäude traten während der Arbeiten Schäden zutage, die zuvor nicht erkennbar waren und zusätzliche Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich machten.
Schon bald wird das Gerüst wieder verschwinden. Äußerlich wird das Rathaus sein vertrautes Erscheinungsbild behalten - technisch und energetisch jedoch ist es dann für die kommenden Jahrzehnte bestens gerüstet. Die Sanierung hat rund 1,06 Mio. gekostet. „Wir danken dem Land Rheinland-Pfalz, das die Maßnahme mit 380.000 Euro aus dem Investitionsstock gefördert hat“, so Bürgermeister Blank.