Extreme Hitze setzt auch heimischen Arten zunehmend zu
Mainz - Wiederkehrende Hitzewellen und immer häufigere Extremwetterereignisse stellen eine wachsende Bedrohung für Fledermäuse dar. Während viele Menschen die Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar spüren, geraten die Folgen für heimische Wildtiere oft aus dem Blick. Auch Fledermäuse leiden unter den steigenden Temperaturen und den zunehmenden Wetterextremen.
Fledermäuse sind auf geeignete Quartiere mit einem stabilen Mikroklima angewiesen. Viele Arten nutzen Gebäudestrukturen, wie Fassaden- oder Dachverkleidungen als Sommerquartiere. Während der nun stärkeren Hitzewellen können sich diese Rückzugsorte jedoch auf deutlich höhere Temperaturen aufheizen. Im schlimmsten Fall kommt es dabei zu Hitzestress, Dehydrierung bis hin zum Tod der Tiere. Sollten Sie geschwächte oder dehydrierte Fledermäuse finden, kontaktieren Sie auf jeden Fall eine*n Expertin*Experten. Auf der Website der Koordinationsstelle Fledermausschutz Rheinland-Pfalz finden Sie dafür die entsprechenden Kontakte.
„Immer mehr Quartiere werden durch Hitze zerstört. Lebensräume, in denen sich Fledermäuse lange wohlgefühlt haben, werden so unbewohnbar. Es flüchten bei plötzlich ansteigenden Temperaturen tagsüber ganze Wochenstuben mit teilweise über 50 Tieren aus ihren Quartieren. Diese müssen dann von Ehrenamtlichen eingesammelt und versorgt werden“, so Kerstin Krämer von der Koordinationsstelle Fledermausschutz des NABU Rheinland-Pfalz.
Doch neben der Hitze verstärken auch die zunehmende Trockenheit oder plötzlich eintretende Unwetter die Situation. Das Nahrungsangebot wird durch ausgetrocknete Wasserstellen oder eine durch Starkregen reduzierte Anzahl an Insekten stark eingeschränkt. Neben wirksamem Klimaschutz hilft es, Fledermäusen möglichst viele Ausweichquartiere zur Verfügung zu stellen.
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