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Blickpunkt Lohfelden
Ausgabe 16/2021
Seite 3
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Seit Mittwoch mehr als 10.000 Anmeldungen – Großer Bedarf an Impfterminen

Großer Bedarf an Impfterminen

Stand: 16. April 2021

Calden/Landkreis Kassel. "Seitdem wir unsere Internetseite

https://www.landkreiskassel.de/aktuelles/coronavirus/ImpfterminDirekt.php Ende letzter Woche geschaltet haben, haben sich mehr 10.000 Bürger des Landkreises Kassel für eine schnellere Impfung angemeldet", informiert Vizelandrat Andreas Siebert.

Wer kann sich anmelden?

Da sich auf dieser Internetseite nur diejenigen anmelden können, die bereits bei der zentralen Impfterminvergabe des Landes registriert sind, aber noch keinen Impftermin erhalten haben, sei diese Zahl "sehr erstaunlich". Siebert: "Dass so viele Menschen schon länger auf einen Termin warten und deshalb jetzt unser Angebot nutzen, zeigt, dass unsere Entscheidung richtig war".

Der Landkreis hatte zwar mit einem hohen Zuspruch gerechnet – mehr als 10.000 Anmeldungen sind aber auch für Siebert "eine negative Überraschung". Wenn allein aus dem Landkreis Kassel so viele Menschen, die registriert sind, auf einen Termin warten, gebe dies einen deutlichen Hinweis darauf, dass die zentrale Terminvergabe beim Land Hessen "wohl doch nicht so perfekt funktioniert", so der Vizelandrat weiter.

Vergabe der Impftermine

Die Vergabe der Impftermine durch den Landkreis erfolgt nicht durch einen Algorithmus oder nach Zufall, sondern durch engagierte Mitarbeiter der Kreisverwaltung und nach klaren und transparenten Kriterien.

  • Zuerst werden die Meldungen aus der Priorisierungsgruppe 1 und dann nach Priorisierungsgruppe 2 abgearbeitet.

  • Innerhalb der Priorisierungsgruppen entscheidet die Altersgruppe und der Eingang der Meldung.


Grundsätzlich werden die Termine für die über 70jährigen Impfberechtigten über den Landkreis für den Impfstoff AstraZeneca vergeben. "Unsere beratenden Ärzte in den Impfzentren klären dann, ob im Einzelfall aus medizinischen Gründen ein anderer Impfstoff zum Zuge kommt", erläutert Siebert.

Allen über 60jährigen wird der Impfstoff von AstraZeneca angeboten. Im Impfzentrum erfolgt auf jeden Fall immer eine Prüfung durch einen Arzt, der auch für über 60jährige im Einzelfall aus gesundheitlichen Gründen einen anderen Impfstoff auswählen kann.

"Bei der Anmeldung auf unserem Portal sollte auf jeden Fall eine Mailadresse und eine Telefonnummer unter der man am besten erreichbar ist, angegeben werden", betont Siebert.

Aufgrund der Vielzahl der Anmeldungen und der nur 100 zusätzlichen Termine pro Tag, bittet der Landkreis Kassel um Verständnis, dass es Zeit benötigt, die Anmeldungen abzuarbeiten. Siebert: "Wir nutzen jeden zusätzlichen Impfstoff, der uns zugewiesen wird". Man werde versuchen, die Zahl der täglichen Zusatztermine zu erhöhen, um so den Berg der Anmeldungen schneller abarbeiten zu können.

Empfehlungen des Landkreises Kassel

Der Landkreis empfiehlt, alle möglichen Wege zu nutzen, um zu einem Impftermin zu gelangen. Solange man noch keinen Termin hat, sollte man auf keinen Fall die Registrierung beim Land löschen lassen. Auch der Weg über den Hausarzt sollte genutzt werden. "Wir sehen unser Angebot als Unterstützung, um mehr Menschen schneller zu impfen – um die Impfquote zu erhöhen, müssen die Impfzentren und die Hausärzte am gleichen Strang und in die gleiche Richtung ziehen", betont der Vizelandrat.

Das Angebot für direkte Impftermine des Landkreises könne nur für Bürger des Landkreises gelten. "Wir erhalten Impfstoff vom Land aufgrund der Bevölkerungszahl des Landkreises und der Sozialdaten in unserem Kreis, außerdem sind die einzelnen Impfzentren jeweils nur für ihre Gebietskörperschaft zuständig – eine Einbeziehung von Bürgern aus der Stadt Kassel oder angrenzender Landkreise ist daher nicht möglich".

Der Vizelandrat bittet alle, die so einen Direkttermin im Impfzentrum erhalten haben, sich nach der Terminvergabe durch den Landkreis beim zentralen Impfservice des Landes abzumelden, um so Doppelbelegungen von Terminen zu vermeiden.


Unterlagen zur Impfung mitbringen

Für die Impfung müssen dieselben Unterlagen mitgebracht werden, wie bei einer Terminvergabe über das Land Hessen:

  • Personalausweis oder einen anderen Lichtbildausweis mit gültiger Adresse,

  • Krankenversicherungskarte,

  • Arbeitgeberbescheinigung (nur für Beschäftigte des Gesundheitswesens bzw. von Pflegediensten).

Um die Abwicklung im Impfzentrum zu erleichtern, sollte das

  • Aufklärungs-Merkblatt sowie

  • Anamnese- und Einwilligungsbogen des Robert-Koch-Instituts

ausgefüllt mitgebracht werden. Diese Formulare kann man sich von der Internetseite des Landkreises herunterladen.

Impfung der über 80jährigen nichtmobilen Kreisbürger

Zur Impfung der über 80jährigen nichtmobilen Kreisbürger, die im Januar einen Brief der Hessischen Landesregierung erhalten hatten, dass sie zuhause geimpft werden können, wenn sie es wollen, teilt Vizelandrat Siebert mit: "Hier ist durch die späte Übermittlung der Daten an uns und durch die Einbeziehung der Hausärzte in die Impfaktionen mittlerweile eine solche Unsicherheit darüber entstanden, wer aus dieser Gruppe bereits geimpft ist und wer nicht, dass wir allen Betroffenen raten, sich einen Impftermin bei ihrem Hausarzt zu besorgen". Auch hier zeige sich, dass die Ankündigung des Landes Hessen in der Realität keinen Bestand hatte.