Noch vor rund einem Jahr wurde mit großer Vorfreude über ein besonderes Herzensprojekt berichtet: Ein liebevoll gestalteter Wichtelpfad sollte Familien, Spaziergängerinnen und Naturfreundinnen gleichermaßen begeistern. Die Idee zweier engagierter Bürgerinnen verband Fantasie mit Naturerlebnis und lud dazu ein, die Umgebung auf spielerische Weise neu zu entdecken. Kleine Wichteltüren, Figuren und kreative Details verwandelten den Weg in ein magisches Abenteuer für Jung und Alt.
Doch die Freude über das neue Ausflugsziel wird inzwischen immer wieder getrübt. Wie die Initiatorinnen berichten, kommt es seit einiger Zeit regelmäßig zu mutwilligen Zerstörungen. Dekorationen verschwinden, Figuren werden entfernt. Teilweise werden die liebevoll gestalteten Elemente eingesammelt und entsorgt.
Für viele Besucherinnen und Besucher ist das unverständlich. „Wer macht denn so etwas?“, fragen sich nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch zahlreiche Familien, die den Pfad inzwischen fest in ihre Spaziergänge eingeplant hatten.
Besonders bitter: Hinter dem Projekt steckt viel ehrenamtliches Engagement. Viele Stunden Arbeit, Kreativität und auch private Mittel flossen in die Gestaltung des Pfades. Immer wieder müssen beschädigte oder verschwundene Elemente ersetzt werden - ein Aufwand, der auf Dauer kaum zu stemmen ist.
Trotz allem möchten die Initiatorinnen nicht aufgeben. Sie haben die Hoffnung, dass der oder die Verantwortlichen ihr Verhalten überdenken. Der Wichtelpfad ist kein kommerzielles Angebot, sondern ein Geschenk an die Gemeinschaft - geschaffen, um Freude zu bereiten und Menschen zusammenzubringen.