Damit beginnt der Reigen unserer offenen Sonntage (einmal im Monat bis Oktober), an denen wir jung und alt nicht nur ein attraktives Ausflugsziel in der Natur bieten, sondern auch über die Arbeit unseres Umweltvereins informieren und dazu einladen, in der und mit der Natur aktiv zu werden.
Der Wegezoll für Erwachsene an diesen Sonntagen beträgt 4 Euro, Menschen, die jünger als 18 Jahre sind, haben freien Eintritt.
Die weiteren geplanten Termine für die Saison 2026 sind: 12. April, 3. Mai, 21. Juni, 12. Juli, 16. August, 6. September und 4. Oktober. Änderungen, etwa aufgrund von Extremwetterlagen, sind möglich und werden unter anderem auf unserer Webseite kundgetan. Dort findet man auch weitere Infos zu den wechselnden Sonntagsangeboten, jeweils sobald die Programmpunkte feststehen. Hier schon ein Tipp für den 12. April: Dann wird Gudrun Opladen zu Gast sein, Autorin zahlreicher kindgerechter Naturbüchlein, und „Lucky, das graue Langohr“ vorstellen. Die zauberhaften Illustrationen darin von Vera Hörger werden per Kamishibai gezeigt.
Alle Nutzungen jenseits der offenen Sonntage erfolgen über vorherige Buchung.
Was hat denn Mittelalter mit Umweltbildung zu tun?
Was manche auf den ersten Blick wundert, ist auf den zweiten Blick ganz logisch: Nahrung, Dinge des täglichen Lebens und erst recht schöne Sachen konnte man im Mittelalter nicht einfach mal schnell billig kaufen, sondern musste vieles selbst anfertigen und mühevoll erarbeiten. Dabei war man auf das angewiesen, was einem die Natur vor der eigenen Haustür zu bieten hatte.
Ressourcen sind auch heute nicht unendlich vorhanden, im Gegensatz zu früher fällt uns das in unserer industrialisierten und globalisierten Welt aber nicht mehr auf. Spielerisch versetzen wir uns in Steinrode in eine Zeit zurück, in der man vom Rohstoff bis zum Endprodukt den Werdegang von Dingen selbst erlebte. Etwas mit den eigenen Händen anfertigen kann anstrengend sein, macht aber auch Spaß – und am Ende ist man stolz auf das, was man geschaffen hat.
Wertschätzung vermitteln, Respekt vor der Natur, das Bewusstsein schärfen, dass man nicht immer alles haben kann, weil Rohstoffe auch mal zur Neige gehen: Das sind Ansatzpunkte unserer Arbeit in Steinrode. Diese verfolgen wir bei unseren Gruppenangeboten für Schulen, Kitas und Jugendpflegen, aber auch bei privaten Aktionen sowie an unseren offenen Sonntagen.
Wir arbeiten mit dem, was die Natur uns bietet, aber auch mit Dingen, die sonst auf dem Müll gelandet wären. So flechten wir Zäune aus Weidenschnitt und basteln allerlei aus den Spitzen ausgedienter Weihnachtsbäume. Auch alte Kalender verschmähen wir nicht, kann man daraus doch wunderbare Büchlein binden. Und aus dem Lattenrost vom Sperrmüll werden Xylophone.
Und wer macht das alles?
Fast ausschließlich Ehrenamtliche. Unser kleiner Verein kann sich nur eine halbe Hauptamtliche leisten, die Koordinatorin. Bei der Begleitung von Gruppenprogrammen helfen Honorarkräfte. Offene Sonntage, Pflege und Instandhaltung der gesamten Anlage, das Besorgen von Material (Naturmaterialien sind zwar meistens kostenlos, fliegen aber nicht von allein in ausreichender Menge nach Steinrode) und alles, was sonst noch so anfällt, wuppen die Ehrenamtlichen gemeinsam mit der Koordinatorin.