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Heimatzeitung der Gemeinde Staufenberg
Ausgabe 18/2026
Infos Verwaltung und anderer Dienststellen
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Infos Verwaltung und anderer Dienststellen

Nachtfahrverbot für Mähroboter: Besserer Schutz für Igel und Kleintiere im Landkreis Göttingen

Mähroboter dürfen ab sofort im Gebiet des Landkreises Göttingen nicht mehr in der Dämmerung und in der Nacht betrieben werden. Die untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die ein Verbot des nächtlichen Betriebs von Mährobotern zum Schutz von Igeln und Kleintieren regelt.

Mähroboter können insbesondere bei Igeln gravierende bis tödliche Schnittverletzungen verursachen und stellen daher eine große Gefahrenquelle für sie dar. Igel sind deshalb so verletzungsgefährdet, weil sie in der Dämmerung und nachts nach Nahrung suchen und bei Gefahr nicht flüchten, sondern sich zusammenrollen. In jüngster Vergangenheit kam es im Landkreis Göttingen vermehrt zu Funden verletzter Igel und Kleintiere.

Die Verbotszeiten orientieren sich an den Hauptaktivitätszeiten des Igels. Demnach dürfen Mähroboter ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang nicht mehr betrieben werden. Die Einschränkung gilt bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang des Folgetages. Tagsüber können Mähroboter uneingeschränkt benutzt werden.

Igelbestände nehmen ab

Hintergrund der Maßnahme ist die stetige Bestandsabnahme des Europäischen Igels. Igel zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Um den Rückgang der Igelbestände zu stoppen, sind Schutzmaßnahmen unerlässlich.

Die Einschränkung des Betriebs von Mährobotern im Gebiet des Landkreises Göttingen leistet somit nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz, sondern trägt auch maßgeblich dazu bei, im Sinne des Tierschutzgesetzes, unnötige und erhebliche Schmerzen und Leiden von den Tieren fernzuhalten.

Igel und Amphibien sind besonders in der Dunkelheit aktiv und suchen nach Nahrung oder bewegen sich zu ihren Laichplätzen. Mähroboter, die nachts in Betrieb sind, können für diese Tiere zur tödlichen Falle werden. Igel rollen sich bei Gefahr oft zusammen, anstatt zu fliehen, und werden so von den Klingen der Roboter schwer verletzt oder getötet. Auch Amphibien wie Frösche und Kröten sind aufgrund ihrer langsamen Fortbewegung besonders gefährdet.

Um unsere tierischen Mitbewohner zu schützen und die Artenvielfalt in unserer Gemeinde zu erhalten, bitten wir Sie dringend:

  • Verzichten Sie bitte auf den nächtlichen Betrieb von Mährobotern. Lassen Sie die Geräte stattdessen tagsüber laufen, wenn die Gefahr für Igel und Amphibien deutlich geringer ist.
  • Kontrollieren Sie vor dem Mähen Ihre Grünflächen. Achten Sie darauf, dass sich keine Tiere im Gras verstecken.
  • Setzen Sie auf alternative Pflegemethoden. Ein Handmäher ist eine tierfreundliche Alternative, die zudem weniger Lärm verursacht.

Mit Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam dazu beitragen, dass Igel, Amphibien und andere Wildtiere in unserer Gemeinde sicher leben können. Jeder kleine Verzicht trägt dazu bei, die Natur zu schützen und unsere Umwelt lebenswert zu erhalten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Gemeindeverwaltung