Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
wir geben es offen zu: Wir haben kurz überlegt, diesen Text einfach per Copy-Paste aus dem letzten Jahr zu übernehmen. Oder aus dem vorletzten. Eigentlich könnten wir diesen Aufruf wöchentlich abdrucken, aber wir hatten die Hoffnung, dass die Botschaft auch ohne Dauerbeschallung ankommt. Leider hat uns die Realität in Staufenberg eines Besseren belehrt.
Es ist uns ein Rätsel, warum wir im Jahr 2026 immer noch darüber diskutieren müssen, dass die Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners nicht zur allgemeinen Dekoration des öffentlichen Raums gehören. Besonders charmant ist das Ganze auf offiziellen Schulwegen – unsere Schulkinder danken es Ihnen herzlich, wenn sie den Slalomlauf zwischen den braunen Tretminen mal wieder verlieren.
Wir können nicht überall sein (auch wenn manche das denken)
Gelegentlich erreicht uns die Forderung, die Gemeinde möge doch bitte eine 24/7-Überwachung an jeder Ecke in Staufenberg einrichten. So schmeichelhaft es ist, dass Sie uns eine solche Allgegenwart zutrauen: Wir können nicht hinter jedem Baum in Staufenberg stehen. Unsere Mitarbeiter haben – man glaubt es kaum – noch andere Aufgaben, als darauf zu warten, dass „Waldi“ sein Geschäft verrichtet.
Ein kleiner Tipp unter Nachbarn
Was wir allerdings wissen: Sie wissen es. Wenn Sie als Passant beobachten, wie jemand die „Geschenke“ seines Hundes einfach liegen lässt, während er verschmitzt in die andere Richtung schaut, dann ist das kein Kavaliersdelikt, sondern schlichtweg rücksichtslos.
Helfen Sie uns: Wenn Sie Zeuge einer solchen „Flucht vor der Verantwortung“ werden, scheuen Sie sich nicht, uns dies (idealerweise mit Ross und Reiter, bzw. Hund und Halter) zu melden.
Wir werden tätig: Nur so können wir gezielte Schritte einleiten und Bußgelder dort verteilen, wo sie hingehören.
Fazit
Eigentlich ist es ganz einfach: Hund an der Leine, Tüte in der Hand, Haufen in den Müll. Das spart uns die Tinte für den nächsten Aufruf und Ihnen (im Falle einer Meldung) ein empfindliches Bußgeld.
Lassen Sie uns versuchen, diesen Text im nächsten Mitteilungsblatt nicht schon wieder drucken zu müssen. Wir hätten nämlich auch noch andere Themen.