Unser Gruppenfoto zeigt die Feuerwehrfrau Fiona Fransaert zusammen mit Bürgermeister Kalhöfer, Christoph Fisseler, Christian Döhler sowie die beiden Gemeindebrandinspektoren Heiko Schäl und Marco Amert. Aus dem Jahr 2006 stammt die Aufnahme der eindrucksvollen Übungs-Löschung eines Fettbrandes auf dem Hof des Gerätehauses.
Prima aufgestellt präsentierte sich die Freiwillige Feuerwehr Marienhagen während der jährlichen Hauptsitzung im „Treffpunkt“, dem kleineren Gemeinschaftshaus des Dorfes. Gut besetzt waren die Reihen mit 42 Kameradinnen und Kameraden sowie Gästen der Politik und der Großgemeinde-Feuerwehr.
Christian Döhler, Wehrführer und zugleich Vorsitzender des traditionsreichen Feuerwehrvereins, zeigte sich in seiner ausführlichen Begrüßung erfreut über der Resonanz auf die Einladung zum Start in das 97. Jahr des Bestehens der FFW Marienhagen. Nach der würdigen und stets wichtigen Totenehrung ließ Döhler noch einmal die vielen Höhepunkte der vergangenen zwölf Monate Revue passieren, wozu er mehrere Einsätze der unterschiedlichsten Art zählte, aber auch die Teilnahme der Einsatzgruppe und der Mitglieder am gesamten dörflichen und traditionellen kulturellen Leben in Marienhagen zählte. So gab es Notfall-Einsätze bei verschiedenen Gebäude-, Flächen- sowie Waldbränden, Umweltschutzmaßnahmen auf Straßen und Wäldern des Ortes oder in der weiteren Großgemeinde, eine letztlich gut ausgegangene Notfallaktion am zugefrorenen Teich im „Schachtental“, angeordnete Wohnungsöffnungen wegen menschlicher Problemlagen oder die Sicherung der vielen Hydranten vor dem möglichen Einfrieren bei Frost. Der aktiven Einsatztruppe gehören aktuell 23 Männer und vier Frauen an.
Das detailgenaue Protokoll der letztjährigen Generalversammlung vom Januar 2025 verlas Martin Obst. Sein spezieller Dank galt anschließend Matthias Kubat für dessen sehr lange und gute Zeit als Schriftführer der Brandschützer. Seit Jahrzehnten ist Martin Emde Kassierer: stets zuverlässig und akribisch. Auch mittels seines Kassenberichtes wurde deutlich, in welch engagierter Art und Weise die Freiwillige Feuerwehr in Marienhagen aktiv ist. Die Prüfung der Kasse oblag zum zweiten Mal Simon Kubat, zusammen mit Chiara Schäl hatte er die Finanzunterlagen in Augenschein genommen und alles für „absolut korrekt, übersichtlich und durchweg nachvollziehbar“ beschrieben. Für Simon, der turnusgemäß ausschied, wählte die Versammlung Christine Höhn-Kaupe zur Nachfolgerin bis 2028.
Über den Zustand des modernen Fahrzeuges, der Räume sowie der wichtigen Gerätschaften samt Schläuchen informierte Hans-Peter Lorenz detailgenau und anschaulich, einen Einblick in das muntere und allmähliche Hinführen zur Einsatzgruppe gab es durch den Jugendwart Tobias Stadtler. Der Jugendwehr gehörten momentan 15 eifrige Mädchen und Jungen an. Viele tolle und spannende Aktivitäten stellte Stadtler vor. Christiane Schäl, verhinderte Kinderfeuerwehrwartin, schickte der Versammlung herzliche Grüße.
Auch in 2026 werde die FFW weiterhin bereit sein, um bei den unterschiedlichsten und oftmals so gar nicht vorstellbaren Brandkatastrophen, Bergungen oder Notfällen „helfen, retten und bergen zu können“, so Wehrführer Döhler. Einen wichtigen Appell richtete er – freilich auch namens des gesamten Vorstandes – an alle, regelmäßig zu den Übungsabenden zu erscheinen und sich zusammen mit der Truppe fit zu machen für Eventualitäten. Wichtig sei, dass weitere Atemschutzgeräteträger ausgebildet würden. Aktuell seien es lediglich sieben Kameraden. Darüber hinaus werde die Wehr zuverlässig die anderen eifrigen Vereine des Dorfes, den Kindergarten oder die Infrastruktur des Nationalparkdorfes Marienhagen mit dem Schwimmbad und weitere Sportstätten unterstützen und stets hilfreich zur Seite stehen.
Die besondere Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes „mit einem größeren Nationalpark-Bereich“ betonten Bürgermeister Karsten Kalhöfer, Gemeindebrandinspektor Marco Amert sowie der scheidende Ortsvorsteher Sebastian Klein. In jedem der drei Grußworte wurde die enorm wichtige Präsenz einer funktionierenden Wehr hervorgehoben - gerade auch in dem strukturell „etwas komplizierteren Dorf auf dem Berg“.
Eine große und Freude war es für Bürgermeister Kalhöfer, die beiden Brandinspektoren Amert und Heiko Schäl sowie die „zwei Chefs der örtlichen Wehr“, Christoph Fisseler und Christian Döhler, die zurzeit einzige Beförderungsurkunde im Rahmen der munteren Versammlung überreichen zu dürfen: Während ihrer mehrjährigen Zeit in der Jugendfeuerwehr Marienhagen „fand sie stetig zunehmenden Gefallen und Freude am Feuerwehrwesen“ (Döhler), nun wurde Fiona Fransaert von Bürgermeister Kalhöfer die Beförderungsurkunde zur Feuerwehrfrau überreicht.
Auch in 2026 stehen für die Mitglieder und Freunde der Wehr zahlreiche Aktivitäten im Terminkalender, so in erster Linie die wöchentlichen Übungstreffen, Fort-, Weiter- und Ausbildungen (etwa zum bedeutenden Atemschutzgeräteträger), Wettkämpfe, Feste, weitere Skilanglauf-Events, Wanderungen, Zeltlager und natürlich die Kameradschaft. Schon Im Frühling stehen das Osterfeuer sowie eine Tagesfahrt nach Fulda und in die Rhön auf dem Programm, womit die langjährige Freude der Wehr am Verreisen fortgeführt werden soll. Ein ganz spezieller Höhepunkt wird im August das große Jugend-Zeltlager auf dem Turn- und Sportplatz in Marienhagen sein, zu dem sehr viele Mädchen und Jungen sowie ihre Betreuer aus der Großgemeinde erwartet werden. An diesem langen Wochenende darf gefeiert werden, wird doch die so enorm wichtige Jugendfeuerwehr 50 Jahre alt. Mehrere verdienstvolle Kameraden sollen beim Kommers würdig für ihre langjährige Treue zur Wehr geehrt werden. Ein Vorabfoto der während der JHV bereits vorgestellten Kameraden folgt demnächst hier in „Blick in…- Ausgaben“.