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Blick in unsere Grossgemeinde
Ausgabe 12/2026
Vereine und Verbände
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Förderkreis 'Synagoge in Vöhl' e. V.

Hier und in anderen Medien haben wir – der Förderkreis Synagoge in Vöhl e. V. – zum Besuch des Theaterstückes „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen“ mit Schülerinnen und Schülern der Ederseeschule Herzhausen eingeladen. Dargestellt wurde, wie sich in der Nazizeit das Verhältnis zwischen Nichtjuden und Juden änderte. Menschen wurden auch bei uns diskriminiert – heute würde man sagen: gemobbt – und dann entrechtet, verfolgt, deportiert und getötet. Ein schweres Thema, an das zu erinnern die Voraussetzung dafür ist, dass sich so Schreckliches nicht wiederholt.

Die schauspielernden Schülerinnen und Schüler waren klasse. Eine Besucherin hat nach der Aufführung gesagt: „Ihr habt eure Rollen nicht gespielt, sondern ihr wart jene Personen, die ihr dargestellt habt.“ Und das stimmt! Die Mädchen und Jungen haben sich im Laufe der intensiven Vorbereitung in die von ihnen gespielten Männer und Frauen hineingefühlt, haben sich in Gestik und Mimik mit ihnen identifiziert. Die Zuschauer – und das gilt für die Jungen und Mädchen der Ederseeschule, die die beiden Vormittagsaufführungen am Freitag besuchten, ebenso wie für die am Samstag und Sonntag eingeladene Öffentlichkeit – waren gerührt von der Handlung und begeistert von den Darstellerinnen und Darstellern.

Der Förderkreis Synagoge in Vöhl e. V. dankt:

  • den Schülerinnen und Schülern, die auf der Bühne standen, aber auch schon in der Vorbereitung sehr fleißig und geduldig mit sich selbst waren, die auch die fünfte Wiederholung einer Szene bereitwillig hinnahmen,
  • den Eltern, die damit einverstanden waren, dass ihre Kinder mitmachen und deshalb auch Unterrichtsstunden verpassten,
  • den Lehrkräften und der Schulleitung der Ederseeschule, die dieses Projekt bereitwillig unterstützten,
  • dem Regisseur Stephan Rumphorst, der das Stück geschrieben und gestaltet, aber vor allem auch die Schülerinnen und Schüler so großartig motiviert hat, und
  • den Zuschauern, die so zahlreich gekommen waren und mit ihrem Applaus die Darsteller bestätigt und belohnt haben.

Die Geschichte ist nicht zu Ende. Die Schülerinnen und Schüler möchten noch in diesem Jahr die dargestellte wahre Geschichte in eine Ausstellung münden lassen, die in der Schule gezeigt werden soll.

Die Namen des Ensembles seien hier genannt: Titus Behle, Maxim Brussmann, Selina Görzen, Annie Goos, Lillien Gottwald, Stella Hilberg-Küthe, Lana Gressler, Ian Merz, Melia Noll, Summer Rosine, Evangeline Smolarczyk, Luis Störmer. Die Liedermacherin Beate Lambert hat die Lieder „Ein Freund, ein guter Freund“ von den Comedian Harmonists und „Die Juden sind an allem schuld“ von Friedrich Holländer vorgetragen.

Das Foto zeigt die Beteiligten nach der Aufführung am Samstag.