Zweimal im Jahr lädt der Förderkreis „Synagoge in Vöhl“ zum Literaturcafé ein. Am kommenden Sonntag, dem 26. April, ist es wieder so weit. Ab 14:30 Uhr gibt es selbst gebackene Kuchen und Torten zu einer Tasse Kaffee oder Tee. Ab 15:00 Uhr werden interessante Bücher vorgestellt.
Dr. Heinrich Knoche präsentiert den auf wahren Begebenheiten basierenden Roman „Der Tätowierer von Auschwitz“ von Heather Morris. Allgemein bekannt ist, dass Juden in Auschwitz eine Nummer auf den Arm tätowiert wurde. Auch diese Arbeit wurde von Juden verrichtet. 1942 hatte dies unter anderem der Slowake Lale Sokolov zu verrichten. Er tätowierte Gita Furman und verliebte sich in sie, was sie erwiderte. In Auschwitz wurden solche Beziehungen zwischen Häftlingen nicht gerne gesehen. Welche Abenteuer die beiden zu bestehen hatten und wie sich die Beziehung entwickelte, sei hier nicht verraten.
Gleiches gilt für das zweite Buch, den Kriminalroman „Olympia“ des deutschen Bestsellerautors Volker Kutscher, den Karl-Heinz Stadtler vorstellt. Deutschland ist Gastgeber der Olympischen Sommerspiele im Jahre 1936 und will bei den Sportlern und Touristen aus aller Welt den Eindruck eines Landes machen, in dem Menschen aus allen Ländern willkommen sind. Der Mord an einem amerikanischen Sportfunktionär würde das Ansehen des Deutschen Reiches gefährden und wird deshalb vertuscht. Behördenintern – damit sind SS, Gestapo und Polizei gemeint – unterstellt man ein Komplott der Kommunisten. Weitere Morde folgen, immer an aktuellen oder ehemaligen Uniformträgern. Kriminalhauptkommissar Gereon Rath ermittelt, getrieben von Instanzen, die bestimmte Ergebnisse wollen und ihn extrem bedrohen.
„Olympia“ ist ein spannender Kriminalroman, aber er schildert sehr realistisch die Verhältnisse im von den Nationalsozialisten geprägten diktatorischen Staat.
Die Korbacher Thalia-Buchhandlung bietet beide Bücher zu einem Preis von ca. 15 Euro zum Kauf an.