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Blick in unsere Grossgemeinde
Ausgabe 4/2026
Vereine und Verbände
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Förderkreis 'Synagoge in Vöhl' e. V.

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des KZs Auschwitz zum 81. Mal. 25 Juden aus Vöhl und Marienhagen wurden dort umgebracht. Warum? Weil sie Juden waren! Das war der einzige Grund. Weitere mehr als 50 Jüdinnen und Juden starben in anderen Lagern. Seit vielen Jahren erinnern wir in der ehemaligen Vöhler Synagoge an jene Zeit.

Flashmob für Freiheit und Toleranz

Es beginnt um 17 Uhr, wenn Peter Göbel die Synagoge von außen in vielen Farben erstrahlen lässt. Das Motto „Für Freiheit und Toleranz“ erinnert daran, dass die Menschen in der Zeit der Diktatur nicht ihre eigene Meinung sagen konnten. Menschen, die das taten und deren Meinung von der der Herrschenden abwich, kamen in Lager und wurden gar getötet. Menschen mit einer Behinderung, Deutsche, die als Fremde denunziert wurden, starben in Gaskammern. Die bunte Beleuchtung des Äußeren der Synagoge steht für Offenheit, Vielfalt und dafür, dass jede Frau und jeder Mann im gesetzlichen Rahmen das tun und sagen darf, was er oder sie will.

Ungefähr 800 ermordete Juden aus Waldeck-Frankenberg

Gleichzeitig und bis 19 Uhr zeigen wir auf einer großen Leinwand in der alten Synagoge 800 Namen von Holocaust-Opfern aus Waldeck-Frankenberg. Genannt werden die Namen der Orte, aus denen sie stammten, und die Lager und Orte, in denen sie starben.

Der Opfer gedenken – Die Demokratie feiern

Um 19 Uhr beginnt die Gedenkfeier im Sakralraum der ehemaligen Vöhler Synagoge. Sahra Küpfer und Ellen Glotz werden die Veranstaltung musikalisch feierlich umrahmen. Höhepunkt ist die filmische Vorführung eines Theaterstücks, das die Theatergruppe der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg unter Leitung von Sonja Schmitt-Zenker einstudiert hat. Der Titel: „Zerborstene Leben“. Anschließend möchten wir nach einem kurzen Impulsreferat mit Ihnen, also den Gästen, die Frage erörtern, ob Gedenken wie das unsere in einer Zeit, in der der amerikanische Präsident nur noch an die heroischen Kapitel der Geschichte seines Landes erinnern will, noch zeitgemäß und vielleicht sogar nötig ist.

Das Foto zeigt die beleuchtete Synagoge im vorigen Jahr.